„Parsifal“ im Grillo-Theater

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Essen. Am Samstag, 22. Oktober, ab 19:30 Uhr findet die zweite Grillo-Premiere der neuen Spielzeit statt. Im Mittelpunkt steht dabei ein junger Mann, der nichts von der Welt weiß, in die es ihn zieht und die für ihn mit unbegreiflichen Lichtgestalten, Engeln, Rittern bevölkert scheint: Parsifal. Karten gibt es für 14 bis 37 Euro.

Nach dem Tod seiner Mutter macht Parsifal sich auf den Weg: Er wird zu einem Weltensuchenden, einem Weltenzerstörer und einem Weltenschöpfer, stets auf der Jagd nach einem Prinzip, einem sinnstiftenden Zusammenhang, einer Aufgabe, einem Gott. Zugleich schwindet die Kraft der Gralsgesellschaft: Ihrem Anführer König Amfortas wurde in einem Moment der Schwäche durch die Verführung der rätselhaft-schönen Kundry von seinem Gegenspieler Klingsor eine gefährliche Wunde beigebracht. Zwar bleibt Amfortas durch die regelmäßige Enthüllung des Heiligen Grals am Leben, die Wunde des Königs verheilt jedoch nicht, bricht immer wieder auf. Die Situation scheint ausweglos. Doch da betritt Parsifal die Bildfläche.

Für das Schauspiel Essen bringt Regisseur Gustav Rueb diese weltberühmte Geschichte auf die Bühne. Als Grundlage für seine Inszenierung dienen ihm Richard Wagners 1882 uraufgeführtes Weihefestspiel sowie Tankred Dorsts gut 100 Jahre später entstandenes Stück „Parzival“. Erscheint Parsifal in Wagners Oper noch als Erlöser, als „reiner Tor“, der befähigt ist, der leidenden Gralsgesellschaft die verlorene Reliquie des heiligen Speers, vor allem aber den Glauben und die Stärke ihrer Prinzipien zurück zu bringen, geht Dorsts Parzival einen ganz anderen, ebenso schmerzensreichen Weg: Er erliegt dem Rausch des Tötens und der Zerstörung.

Es spielen Thomas Anzenhofer, Axel Holst, Laura Kiehne, Philipp Noack (Parsifal), John-Dennis Renken, Sven Seeburg, Rezo Tschchikwischwili, Oliver Urbanski und Jens Winterstein.

Karten gibt es unter Telefon 0201/81 22-200 oder im Internet.

Foto: Diana Küster

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