Ohne Abitur zur Polizei

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Düsseldorf/Kreis Mettmann. Die Polizei NRW stellt sich nun noch breiter bei der Nachwuchsgewinnung auf. Nun wird auch Schülern mit mittlerem Schulabschluss (Fachoberschulreife plus Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe) der Einstieg in den Polizeivollzugsdienst ermöglicht. Das ist ab Juni 2021 auch für Bewerber aus dem Kreis Mettmann möglich. Zuständig für die Kreispolizeibehörde Mettmann wird hier das Max-Weber-Berufskolleg in Düsseldorf sein.

„Der Polizeiberuf ist spannend und vielseitig. Man benötigt Hilfsbereitschaft, muss gut im Team arbeiten können und bereit sein, ‚anzupacken‘ – alles Attribute, welche Schülerinnen und Schülern der Berufskollegs mitbringen“, erklärt Nicole Rehmann, Personalwerberin der Kreispolizeibehörde Mettmann.

Um Fragen rund um das neue Angebot zu beantworten, bietet die Polizei NRW an diesem Samstag, 24. April, um 10 Uhr eine „digitale Expertenrunde“ an, die sich insbesondere an Eltern und Lehrer richtet.

Eine Anmeldung zu dieser Expertenrunde ist notwendig unter fos.lafp@polizei.nrw.de.

Bei der Vorstellung des neuen Schulmodells am Donnerstag gaben Yvonne Gebauer und Herbert Reul die elf Berufskollegs bekannt, an denen der neue Bildungsgang zunächst angeboten wird. Für den Kreis Mettmann handelt es sich hierbei um das Max-Weber-Berufskolleg in Düsseldorf.

Landesweit werden circa 300 Plätze zum Schuljahr 2022/23 bereit stehen. Neben der Fachhochschulreife erwerben die Schüler in dem zweijährigen Bildungsgang polizeispezifische Kenntnisse, wie etwa in Recht und Staatslehre.

Gleichzeitig sichern sie sich eine vorbehaltliche Einstellungszusage für die Polizei Nordrhein-Westfalen und damit für das anschließende Bachelorstudium an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung, sofern sie den Abschluss erfolgreich absolvieren und die beamtenrechtlichen Voraussetzungen weiterhin erfüllen.

In der Jahrgangsstufe 11 ist dann ein einjähriges Praktikum in einer Kreispolizeibehörde vorgesehen. Neben dem Wach- und Wechseldienst im Streifenwagen und Einblicken in die kriminalpolizeiliche Ermittlungsarbeit, hält das Praktikum ein breit gefächertes Angebot weiterer Pflicht- und Wahlpflichtmodule bereit. Die Verwaltungsbereiche der Polizei stehen ebenso auf dem Stundenplan wie Trainingseinheiten in der Fortbildungsstelle der jeweiligen Praktikumsbehörde und in den Bildungszentren des Landesamtes für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei NRW.

Die Jahrgangsstufe 12 besteht dann ausschließlich aus Unterricht und schließt mit der Fachhochschulreifeprüfung ab. In die Unterrichtsarbeit werden auch Polizisten eingebunden.

Der neue Bildungsgang richtet sich an Absolventen, die einen mittleren Schulabschluss oder die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe erreicht haben und das 35. Lebensjahr am 1. September des beginnenden Schuljahres noch nicht vollendet haben. Die Bewerbung um einen Praktikumsplatz erfolgt zentral beim Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei NRW (LAFP NRW) und ist zwischen dem 1. Juni und dem 8. Oktober 2021 möglich.

Weitere Information und die Möglichkeit zur Bewerbung gibt es auf www.genau-mein-fall.de unter der Rubrik „Next Level“.

Foto: Polizei

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