Obermeister: Antrittsbesuch beim Kammerpräsidenten

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Düsseldorf. Zwölf in den letzten gut anderthalb Jahren neu ins Amt gewählte Obermeister sind der Einladung des Präsidenten der Handwerkskammer (HWK) Andreas Ehlert zu einem Kennenlerngespräch mit Erfahrungsaustausch und Informationsnachmittag über die Dienste der HWK zur Unterstützung der Innungsarbeit gefolgt. Mit 232 Fachinnungen weist der Kammerbezirk Düsseldorf (deckungsgleich mit dem Regierungsbezirk) die meisten Innungen in einem Kammerbezirk in Deutschland auf.

Auch zwei neue Spitzenrepräsentanten aus dem Handwerk im Kreis Mettmanner waren dem Ruf der Kammer gefolgt: Zum einen der neue ehrenamtliche „Chef“ der Dachdecker- und Zimmerer-Innung, Georg Barnert aus Haan; zum anderen Andreas Schmidt aus Velbert, der die kreisweite Elektro-Innung führt.

Seinen Dank für das ausgeprägte ehrenamtliche Engagement der Innungs-Spitzenrepräsentanten für den Zusammenhalt und die Interessenvertretung in ihren Fachberufen vor Ort und in der Region verband Ehlert mit einem Rundumschlag über die wirtschaftliche Gesamtsituation und aktuellen Marktbedingungen im Handwerk. Positiv vermerken konnte Ehlert dabei, dass nach ersten Auswertungsergebnissen der Herbstumfrage der Kammer die konjunkturelle Erholung branchenübergreifend gut vorankomme, aktuell allerdings noch nicht das „Vor-Corona“-Niveau des Jahres 2019 erreiche. Eine für das Handwerk als – so Ehlert – „Ausrüster der Energiewende“ günstige Perspektive ergebe sich für zahlreiche Gewerke überdies aus der verschärften Notwendigkeit zu weiterer CO2-Einsparung und forcierter Klimaschutzpolitik.

Erfreulich auch diese Nachricht: Die pandemie-bedingte Delle des letzten Jahres bei den Neuaufnahmen in Ausbildungsverhältnisse habe 2021 im Gesamtschnitt aller Lehrberufe bereits wieder ausgeglichen werden können.

Überschattet würden die günstigen Entwicklungstendenzen allerdings vom anhaltenden Engpass an Vorprodukten aus Metall, Kunststoff und Holz, was mit einem „teils erheblichen“ Preisauftrieb bei den Materialbezugspreisen verbunden sei. Die Analysen wurden von Obermeisterseite aus den konkreten jeweiligen Erfahrungen vor Ort einerseits bestätigt, andererseits ergänzt: Vor allem die gemeinsamen Anstrengungen, die exzellenten beruflichen Chancen im Handwerk herauszustellen und Schüler für die `Option Handwerk´ zu begeistern, müssten mit voller Energie und Phantasie weitergehen und wenn möglich noch ausgebaut werden.

Verstärkte kommunalpolitische Aufmerksamkeit in der Wahlperiode der Innungsspitzen werde den fortschreitenden Verödungstendenzen in Innenstadt- und Innerortslagen und den Auswirkungen und Mitgestaltungsmöglichkeiten des Wirtschaftssektors an der Mobilitätswende vor Ort gelten müssen, ergänzte Kammer-Hauptgeschäftsführer Axel Fuhrmann die Agenda. Ehlert und Fuhrmann sicherten für diese und alle weiteren Herausforderungen für die Wettbewerbs- und Nachwuchssituation des Handwerks vor Ort die enge Abstimmung und Unterstützung der Handwerkskammer zu, bevor die Geschäftsführung den neuen Innungsrepräsentanten das breite Dienstleistungsangebot der Kammer vorstellte.

Georg Barnert (von links), Kammerpräsident Andreas Ehlert und Andreas Schmidt (Foto: Wilfried Meyer)