„Norden“ im Stadtmuseum

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Ratingen. Ab Freitag, 18. November, präsentiert das Stadtmuseum in der neuen Sonderausstellung „Norden“ Malerei von Thomas Hartmann, Norbert Schwontkowski, Hartmut Neumann. Die Ausstellung wird um 18 Uhr eröffnet und läuft anschließend bis zum 5. März 2017. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog zum Preis von 20 Euro.

Norden – klar und unmissverständlich als Richtung auf dem Kompass, ein vager Begriff jenseits der geografischen Angabe doch voller Stimmung und Verfasstheit. Der Norden ist Sehnsuchtsort, Traum oder Trauma und bildet als Motiv wie als Metapher eine Konstante in der Geschichte der Landschaftsmalerei. Thomas Hartmann (*1950), Hartmut Neumann (*1954) und Norbert Schwontkowski (1949 – 2013) stammen alle aus dem Norden. Es eint sie ihr Studium an der Kunsthochschule in Bremen und immer wieder gemeinsame Ausstellungen in der Bremer „Galerie Beim Steinernen Kreuz“. In freundschaftlich kollegialem Austausch und im Kontext ähnlicher künstlerischer Ansätze haben sie insbesondere für neue figurative Kunst der Zeit wichtige Positionen erarbeitet.

Die drei Künstler sind sich immer verbunden geblieben, auch wenn sie ihre Lebenswege in unterschiedliche Richtungen führten. Und auch in ihrer Malerei beschritten sie verschiedene Wege. Doch in einem Thema begegnen sie sich immer wieder: Alle drei beschäftigen sich mit der Landschaft und der Frage nach dem adäquaten zeitgenössischen Landschaftsgemälde. Rege verhandelt wird dieser Diskurs nicht zuletzt in den großen Museumsausstellungen und Messen im Rheinland, bei denen sich die drei – alle längst an verschiedenen Hochschulen lehrend – immer wieder trafen. Kaum eine andere Kunstlandschaft wäre gleichermaßen prädestiniert für diese künstlerische Auseinandersetzung, denn seit der  Gründung der Landschaftsklasse an der Düsseldorfer Kunstakademie zu Beginn des 19. Jahr­hunderts liegt hier ein Schwerpunkt in der Entwicklung dieser Gattung.

Auch die Arbeiten von Neumann, Hartmann und Schwontkowski sind längst in privaten und öffentlichen Sammlungen zwischen Köln und Düsseldorf, Bochum und Leverkusen vertreten. Mit ihren jeweils eigenen Position bereichern sie das Spektrum der Landschaftsmalerei und entwickeln es in zeitgenössischem Sinne weiter.

Foto: Stadt Ratingen

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