Nicht erst seit heute gehen die Uhren anders

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Lintorf. In diesem Augenblick werden in der gesamten Europäischen Union die Uhren um eine Stunde vorgestellt. Statt zwei Uhr ist jetzt sofort drei Uhr, Sommerzeit eben. Dabei hat man den Eindruck, dass die Uhren auch in Lintorf schon seit zwei Wochen ganz anders gehen. Dieses Gefühl ist aber dem Coronavirus geschuldet, nicht der Zeitumstellung.

Haben wir Lintorfer uns in der Vergangenheit oft über leerstehende Läden auf der Speestraße oder am Kanrad-Adenauer-Platz beschwert, so sieht es heute noch viel schlimmer aus. Zahlreiche Geschäfte sind seit einer Woche geschlossen, sie dürfen nicht mehr öffnen wegen des Coronavirus. Die Restaurants und Gaststätten sind zu. Manch einer bietet an, die Gerichte nach Hause zu liefern. Doch wirtschaftlich lohnt es sich für die Besitzer kaum. Ganz zu schweigen von der fehlenden Geselligkeit in gemütlicher Runde oder dem netten Schwätzchen beim Friseur. 

Alles geht viel langsamer. Es gibt keine Hektik mehr. Beim Bäcker oder vorm Lebensmittelgeschäft stehen die Lintorfer Schlange und warten geduldig in gebührendem Abstand voneinander, bis sie an der Reihe sind. Noch vor zwei Wochen wären sie an den Regalen vorbei gehastet. Die Uhren gehen eben anders.

Und jetzt die Sommerzeit. Für viele der Beginn der Gartensaison. Feiern mit Familie, Freunden und Bekannten im eigenen Garten oder im Gartenlokal. Das wird wohl noch warten müssen. Derzeit grillt jeder für sich alleine. Aber eigentlich ist doch das schöne am Grillen, dass man es in großer Runde macht und dabei viel Spaß und Freude am Leben hat. 

Hoffen wir, dass alsbald wieder die Normalität in unser aller Leben zurückgekehrt. Dann können wir auch wieder darüber diskutieren, ob wir eher für die Sommerzeit oder die Mitteleuropäische Zeit (manche sagen auch Winterzeit) sind. Oder für beides, wie es seit den 1980er Jahren üblich ist.

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