Neumünster: Künstler und historische Maschinen

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Neumünster (epr). Sommer ist Festivalzeit in Deutschland. So unterschiedlich wie das kulturelle Angebot dieser Veranstaltungsreihen – von Musik über Film und Tanz bis zur Kunst –, so unterschiedlich sind auch die jeweiligen Orte. Dabei gibt es für Besucher einiges zu entdecken. Der Kunstflecken, ein Festival mit ganz besonderem Flair, lockt Kulturbegeisterte im Spätsommer nach Neumünster.

Die Stadt im Herzen Schleswig-Holsteins war einst blühendes Zentrum der Textilindustrie. Heute zeugen historische Industriebauten, Fabrikantenvillen und das 2007 eröffnete Museum Tuch + Technik von dieser Zeit.

Genau diesen Flair des Vergangenen kontrastieren die Festivalmacher mit neuen Ideen und internationalen Künstlern. Daraus entsteht kreative Spannung – eine Faszination, der viele Besucher Jahr für Jahr gerne erliegen. Zwischen urtümlich anmutenden Textilproduktionsmaschinen aus den vergangenen zwei Jahrhunderten steht die Festivalbühne in einer denkmalgeschützten Werkhalle – heute das Depot des Museums Tuch + Technik.

In dieser einzigartigen Atmosphäre erleben die Besucher vom 2. bis 25. September hochkarätige Konzerte, wie das von Mikhael Paskalev und Jonas Alaska, Vorreiter der jungen, wilden Folkszene aus Norwegen, oder der neuen Soul-Ikone Israels, Ester Rada. Aus Marokko reist die Sängerin Oum an, und aus den USA Cyrille Aimée, der „Rising Star“ im internationalen Jazz, laut Down Beat Magazine.

Darüber hinaus lockt der Kunstflecken mit zahlreichen Ausstellungen, einem internationalen Poetry Slam, einem Abend mit dem Träger des Deutschen Kleinkunstpreises, Horst Evers, einem Kurzfilmwettbewerb sowie einem extra für diesen Anlass geschriebenen Live-Hörspiel.

Auch das Museum Tuch + Technik ist ein zentraler Ausstellungsort des Festivals. Die Hamburger Künstlerin Wiebke Schwarzhans lotet hier mit ihrer außergewöhnlichen Installation „Rapport“ die Grenzen zwischen Kunst und Mode aus und wirft mit einem Team aus Schneiderinnen und Gewandmeisterinnen Fragen nach Qualität und Wertschätzung auf.

Mehr Information zum Festivalprogramm gibt es unter www.kunstflecken.de sowie unter www.neumuenster-tourismus.de.

Wie im New York der 70er-Jahre: So kommt einem die Musik der erfolgreichsten französischen A-Capella-Band Opus Jam vor. Die Stimmakrobaten aus Paris treten am 10. September 2016 in der Werkhalle auf. (Foto: epr/Xavier Chauvet)

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