Neues Leben in der Kaiserpfalz

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Düsseldorf. Die Düsseldorfer Jonges präsentieren gemeinsam mit dem Stadtmuseum Düsseldorf und der Peter Behrens School of Arts bis zum 28. Juli die Sonderausstellung „Neues Leben in der Kaiserpfalz“. Unter dem Titel „Bewahren-Entwickeln-Erneuern“ haben Studierende des Studiengangs Architektur der Hochschule Düsseldorf (HSD) die Kaiserpfalz zum Thema einer Projektarbeit gemacht. Die Ausstellung zeigt nun die entstandenen Entwürfe und Vorstellungen der Nachwuchsarchitekten. Baudezernentin Cornelia Zuschke, Museumsdirektorin Susanne Anna, Jonges-Baas Wolfgang Rolshoven und Ausstellungsleiter Professor Dierk van den Hövel gaben einen ersten Einblick in die Schau und erörterten die Thematik.

In der Ausstellung werden Entwürfe, Grundrisse, Schnitte, Ansichten, Renderings und Modelle präsentiert. Ein Teil der gezeigten Arbeiten entstanden im Wintersemester 2018/2019. Das Projekt wurde von 18 Teilnehmern bearbeitet, von denen nun einige Studierende ihre Ergebnisse im Stadtmuseum präsentieren. Im Institut an der Berger Allee sind drei Einzel- und fünf Gruppenarbeiten aus dem Wintersemester zu sehen. Grundlage der Projektaufgabe war die Analyse und historische Auseinandersetzung mit dem Ort. Darauf basierend sollten die Studierenden Beispiele entwerfen, wie die denkmalgeschützte Bausubstanz wiederverwendet oder umgenutzt werden könnte.

Darüber hinaus zeigt die Ausstellung auch eine Arbeit, die bereits 1999 von einer Gruppe Studierender im Rahmen ihrer Diplomarbeit gemeinsam mit Prof. Dierk van den Hövel zum Thema Kaiserpfalz erstellt wurde.

Kaiserpfalz
Die Ruine der Kaiserpfalz ist direkt am Rhein in Kaiserswerth gelegen. Das ursprüngliche Bauwerk ließ Kaiser Friedrich I. (Barbarossa) 1174 erbauen – die Fertigstellung erfolgte 1184. Die Pfalz wurde 1702 während des spanischen Erbfolgekrieges starkt beschädigt und in der Folge gesprengt. Erst um die Wende zum 20. Jahrhundert begann der damalige rheinische Provinzialkonservator Paul Clemen als erster die Ruine vor weiteren Zerstörungen zu bewahren und führte Sicherungsarbeiten durch. Dabei wurde nicht nur eine Bestandausnahme vorgenommen, sondern auch das verschüttete Mauerwerk ausgegraben. Der noch vorhandene Teil der Hauptburg mit dem Palas (historischer Saalbau) ist zum Rhein hin ausgerichtet. Der Palas bildete einen geschlossenen, weitgehend rechteckigen Baukörper von über 50 Metern Länge und 30 Metern Breite. Zur Dammseite hin existieren heute im Wesentlichen nur noch die Grundmauern. Die Ruine wurde 1982 in die Denkmalliste der Stadt Düsseldorf eingetragen.

Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf/David Young

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