Neues Leben in alter Feuerwache

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Ratingen. 2009 ist die Feuerwehr aus der Innenstadt zum Voisweg gezogen. Jetzt stehen wieder Löschfahrzeuge in den alten Hallen an der Lintorfer Straße: ein Mittleres Löschfahrzeug und ein Kleineinsatzfahrzeug. Gleichzeitig haben vier Feuerwehrmänner provisorisch Quartier bezogen in den eilig wieder hergerichteten historischen Räumen. Der Grund für die Wiedergeburt der alten Feuerwache heißt, natürlich, Corona.

Die Feuerwehr muss in dieser gänzlich ungewöhnlichen Krise auch zu außergewöhnlichen organisatorischen Mitteln greifen, um in jedem Fall einsatzbereit zu bleiben. Nachdem bereits gemeinsam mit den Kollegen der Johanniter eine zusätzliche provisorische Rettungswache in Tiefenbroich eingerichtet worden war, ging in dieser Woche die Interimsfeuerwache an der Lintorfer Straße in Betrieb.

Verteilung heißt das Stichwort. Indem die Feuerwehr ihre Kräfte an verschiedenen Orten verteilt, verhindert sie, dass die ganze Truppe ausfällt, weil sie sich wegen eines Erkrankungsfalls in ihren Reihen in Quarantäne begeben müsste. „Daher haben wir sehr früh darauf geachtet, dass alle Aktivitäten vermieden werden, bei denen viele Kollegen gleichzeitig zusammenkommen“, sagt Feuerwehrchef René Schubert. Die Inbetriebnahme der Interimswache ist ein weiterer Schritt. Sie hat den zusätzlichen Vorteil, dass die Anfahrt zu einigen Punkten in der Stadt kürzer ist.

Das Mittlere Löschfahrzeug, das jetzt an der Lintorfer Straße stationiert ist, war jüngst für die Jugendfeuerwehr angeschafft worden, und leistet am neuen Standort beste Dienste. Da die alten Garagenhallen dort vor Jahrzehnten gebaut worden waren, die Löschfahrzeuge zuletzt aber immer größer geworden waren, passten die herkömmlichen Fahrzeuge in den letzten Tagen der Wache kaum noch hinein. Für das etwas kleiner dimensionierte, gleichwohl aber voll ausgestattete Jugendfeuerwehr-Fahrzeug sind die Maße der Halle hingegen kein Problem.

Eine große Bitte hat die Wehr aber an alle Ratinger, die sich in den letzten Jahren daran gewöhnt hatten, dass man vor den nicht mehr genutzten Toren parken darf: Die Halteverbotsschilder, die jetzt aufgestellt wurden, sind ernst gemeint.

Bürgermeister Klaus Pesch (Mitte) und Feuerwehrchef René Schubert (vorne links) danken den vier Feuerwehrmännern Gregor Henrichs (von links), Andreas Schulz, Lukas Asbeck und Christoph Köster für ihren Einsatz in der neuen alten Feuerwache. (Foto: Stadt Ratingen)

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