Neues Buch: Staatsaffäre Bauhaus

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Köln. „Staatsaffäre Bauhaus“ lautet der Titel der jetzt veröffentlichten Publikation, die sich mit ausgewählten Beiträgen zur internationalen Bauhaus-Rezeption nach der Schließung des Bauhauses 1933 bis in die Gegenwart beschäftigt.

Projektleiter Thomas Schleper vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) versammelt Beiträge, die überwiegend aus einer Vortragsreihe des Doppeljubiläums 100 Jahre Bauhaus im Westen und 60 Jahre Landschaftsverband Rheinland in Köln (6. September bis 14. November 2019) hervorgegangen sind. Der Band beleuchtet die Rezeptionen und Referenzen aus deutscher wie internationaler Perspektive und wirft dabei auch einen Blick über den europäischen Kontinent hinaus: Wie wurde das Bauhaus nicht nur in der Bundesrepublik Deutschland, sondern auch in Belgien, in der DDR, in Israel, in den Niederlanden, in Polen, in der Türkei und in den USA wahrgenommen? Die vielgestaltige Bauhaus-Moderne wird schließlich im Rückblick auf das Bauhaus-Jubiläum mit einer Philosophie der Moderne im Plural verknüpft, die sie noch immer als lohnenswertes, weil unvollendetes Projekt begreift.

Im Geiste der transdisziplinären Praxis des Bauhauses führt der 224-seitige Band Kunst, Design und Architektur sowie Geschichte und Philosophie zusammen. International ausgewiesene Fachleute wie Gerda Breuer, Andreas Butter, Fredie Floré, Frederike Huygen, Bernd Nicolai und Beate Störtkuhl fördern überraschende Aspekte zu Tage, wenn sie auch aus Ländern berichten, die der Leser auf Anhieb weniger mit dem Bauhaus in Verbindung gebracht hätte.

Thomas Schleper (Hg.), Staatsaffäre Bauhaus. Beiträge zur internationalen Bauhaus-Rezeption, ISBN 978-3-7861-2845-8, Gebr. Mann Verlag, 224 Seiten mit 75 Farb- und 34 s/w-Abbildungen, 17 x 24 cm, 24,90 Euro.

Foto: LVR

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