Neue Heimat für die Bienen: Regenrückhaltebecken

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Lintorf/Ratingen. Eine neue Heimat hat der Ratinger Bienenzuchtverein nun für seine Völker gefunden. Die Stadt Ratingen erlaubt den Imkern die 18 Regenrückhaltebecken als Standorte zu nutzen. Zum Start der Aktion übergab Bürgermeister Klaus Pesch (rechts) am Sonntag den Schlüssel für die Anlage an der Siemensstraße in Lintorf.

Der Ratinger Bienenzuchtverein mit seinen 86 Mitgliedern besteht seit über 150 Jahren. Den Wild- und Honigbienen geht es aber nicht gut. Monokulturen, Flächenversiegelungen und Gartenwüsten oder der Griff nach Pestiziden machen ihnen das Leben schwer. Dabei ist ihre ökologische Bedeutung für den Erhalt der Artenvielfalt unermesslich.

Deshalb ermöglicht die Stadtverwaltung nun dem Ratinger Bienenzuchtverein, 18 Regenrückhaltebecken als zusätzliche Standplätze für die Bienenvölker in naturnaher Umgebung zu nutzen. Den Anfang macht die Anlage an der Siemensstraße in Lintorf.

“Wir pflegen ein Kataster mit Stellplätzen und Flugkreisen der Bienen, denn wir möchten, dass wir in Ratingen keine weißen Stellen ohne Bienenvölker haben“, so Antonius Woltering (mit Schlüssel), stellvertretender Vorsitzender des Vereines. 

Insekten- und Bienensterben sind Thema in allen Medien. Wenn Meldungen über Diebstahl von Bienenvölkern oder Vandalismus an ihren Brutplätzen hinzukommen, dann läuten überall die Alarmglocken. So betonte Bürgermeister Pesch bei der Schlüsselübergabe: „Neben dem gehörigen Abstand zur nächsten Bebauung und der Großflächigkeit sowie der Naturbelassenheit ist ja die Umzäunung ein großer Vorteil der Regenrückhaltebecken unserer Stadt.“

Durch die Einzäunung sind die Bienenstöcke vor Vandalismus geschützt und zudem ist eine Verteilung der Bestäubungs- und Sammelgebiete in der Stadt weiter sichergestellt. Imker brauchen zudem auch immer Ruhe beim Imkern am Stand und dort ist diese ebenfalls gewährleistet.

Der Schutz der Artenvielfalt liegt der Stadt Ratingen am Herzen. Sie tut einiges auf diesem Gebiet. Die Stadtgärtner gestalten die Beete in der Stadt bienen- und insektenfreundlich und stellen Insektenhotels auf. Auch mit der Vergabe der Regenrückhaltebecken und weiteren Bepflanzungen wird die Artenvielfalt gefördert.

Der Ratinger Bienenzuchtverein von 1868 ist hier seit langem ein verlässlicher Partner. Er baut Insektenhotels, sammelt Information und berät, hält Vorträge, macht Führungen, nimmt an vielen Stadtfesten teil oder arbeitet mit seinen Spezialisten an der Optimierung der vielen Angebote für Kinder oder Erwachsene.

Franz Naber, Vorsitzender des Vereines: “Wir Ratinger Imker nehmen aber nicht nur, sondern wir werden der Ratinger Tafel auch gerne im September einen Teil der Honigernte spenden.“

www.ratinger-bienen.de

Foto: Achim Blazy

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