Neue Broschüre: Ratinger in der Weimarer Republik

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Ratingen. „Stadtrundgang: Ratingen in der Weimarer Republik. Chancen und Risiken der Demokratie vor Ort“. So heißt eine neue Broschüre, die ab sofort in der städtischen Touristinformation, Minoritenstraße 3a, für fünf Euro erhältlich ist. Sie kann auch über den Buchhandel bezogen werden.

Das gemeinsame Projekt des Stadtarchivs und der Duisburger Fachhochschule für öffentliche Verwaltung stand unter der Leitung von Professorin Sabine Mecking und Erika Münster-Schröer. Neun Studenten gingen den Chancen und Risiken der Demokratie in der Ratinger Geschichte nach. Aus dem Projekt entstand ein Stadtrundgang. 

Die einzelnen Erzählstationen des Rundgangs fotografierte der Ratinger Fotograf Achim Blazy, einige beigefügte historische Abbildungen stammen aus den Beständen des Stadtarchivs. 

Kulturdezernent Harald Filip erklärt, dass die Ausrufung der Weimarer Republik  am 9. November 1918 nach 100 Jahren zu Unrecht in Vergessenheit geraten sei. Viele der in der Broschüre angeschnittenen Themen aus der Lebenswelt der Menschen seien heute noch aktuell wie Wohnungsnot und soziale Gerechtigkeit. Die erste Demokratie in Deutschland, die nur 15 Jahre andauerte, sei gescheitert, weil sie unter großen politischen und wirtschaftlichen Problemen zu leiden hatte. Sie mündete schließlich in die Diktatur des Nationalsozialismus. Dies sei ein Anstoß, aus der Geschichte zu lernen, damit dies nicht wieder geschehe.

Michael Lumer, Vorsitzender des Ratinger Vereins für Heimatkunde und Heimatpflege, der die Drucklegung unterstützt hat, ergänzte, dass der Stadtrundgang nun für jedermann nachvollziehbar sei. An Ort und Stelle werde nun die Geschichte lebendig und zum Erlebnis.

Foto: Stadt Ratingen

 

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