Neanderland Biennale geht in die vierte Woche

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Mettmann. Die Neanderland Biennale, das große Theaterfestival mit Inszenierungen in allen zehn Städten des Kreises, geht in die vierte Woche. Ins „Traumland“ entführen Ingrid Irrlicht und Clowness Glucks Kinder ab vier Jahren am Samstag, 15. Juli, um 16 Uhr auf dem SchauPlatz-Vorplatz in Langenfeld.

Glucks fürchtet sich vorm Schlafen und will nicht ins Bett. Nachts in ihren Träumen begegnen ihr nämlich gruselige, grüne Monster. Deshalb versucht sie, heute wach zu bleiben. Als der Schlaf sie dennoch übermannt, trifft sie im Traumland die geheimnisvolle Traumfängerin. Diese fängt phantastische, spannende und lustige Träume für sie. Glucks wird in einen Clownfisch verwandelt und als Superkrabbe rettet sie sogar heldenhaft die Weltmeere. Zärtliche Dinos, rappende Pinguine und magische Leuchtwesen machen Glucks Mut und bringen sie zum Lachen. Unter freiem Himmel können die kleinen und großen Zuschauer mitfiebern und die Träume weiterspinnen. Es gibt keinen festen Eintrittspreis; „betaal, wat de häs“. (Bei Regen findet die Aufführung im kleinen Saal im SchauPlatz statt.)

„Das Echo der Flüsse“ am Samstagabend um 20 Uhr im Bürgerhaus Hochdahl in Erkrath (Sedentaler Straße 105) ist eine höchst unterhaltsame und poetische Musiktheater-Produktion von Jasper Sand über das gleichzeitig Trennende und Verbindende, aber auch Neues Versprechende von Flüssen – mit zahlreichen Flussliedern aller Genres, in Arrangements von Edwin Schulz und mit den Sängerinnen Franka von Werden und Marlene Zilias.

An einem stillgelegten Fähranleger stranden drei Musiker, weil sie dem Navi vertraut haben. Eigentlich sind sie für eine Feier auf der anderen Rheinseite gebucht, aber sie kommen nun nicht über den Fluss. Doch zurück geht es auch nicht, der Sprit ist alle, die Handy-Akkus sind leer, kein Bus fährt und so müssen sie nun die Nacht bei einem verschrobenen Goldsucher in einer Bretterhütte verbringen. Aus Zivilisation wird plötzlich Wildnis und weil die andere Seite zwar nah, doch unerreichbar ist, begeben sie sich auf eine Reise nach ganz neuen eigenen Ufern. Karten kosten an der Abendkasse 13 Euro.

Zu Raumfahrern auf einem fremden Planeten wird das Publikum am Sonntag, 16. Juli, um 16 Uhr bei der szenischen Spazierlesung „Da vorn, am Rand der Galaxie“ in der Umgebung der Wasserburg Haus Graven in Langenfeld (Haus Graven 1).

Seit der Mensch Mensch ist, zieht es ihn dahin, wo er noch nicht war, auf der Suche nach einer besseren Welt. Und seit es auf der Erde keinen unberührten Ort mehr gibt, findet sich das Unbekannte in der Weite des Universums und in den Phantasien der Science-Fiction. In dieser besonderen Spazierlesung wird das Publikum nicht nur mit literarischer Begleitung durch eine Landschaft, sondern durch die skurrilen und spannenden Texte herausragender Autoren in eine ferne Welt geführt. Und während die Zuhörer zusammen mit den Schauspielern vom Neusser „Theater am Schlachthof“ in die literarischen Utopien eintauchen, wird der scheinbar so gewohnte mitteleuropäische Buchenwald zu einer fremden neuen Sphäre, werden scheinbar vertraute Geräusche zu Stimmen fremder Lebensformen, wird eine scheinbare Lesung zu einer Sinneserfahrung, wird ein scheinbar kurzer Spaziergang zu einer Reise hinter die Unendlichkeit. Karten kosten an der Tageskasse zehn Euro. (Bei Regen findet die Aufführung im Inneren der Wasserburg statt.)

Mehr Information zum Programm der Neanderland Biennale im Internet.

Foto: privat

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