Nachbarschaftshilfe per WhatsApp-Gruppe

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Lintorf. Corona ist auch an der Siedlung am Scheiderbruch im Lintorfer Norden nicht spurlos vorüber gegangen. Schnell hatte sich eine Nachbarschaftshilfe gebildet, um sich gegenseitig bei den täglichen Besorgungen zu unterstützen. Christiane Steingen hatte die Idee, dass sich die Nachbarn über WhatsApp verständigen könnten, wer Hilfe brauchte und wer Hilfe leisten konnte.

„Das hat wunderbar geklappt in unserer Nachbarschaft“, erzählt Christiane Steingen. Wobei Nachbarschaft fast etwas untertrieben sei. Denn in der Gruppe hätten sich nicht nur Familien vom Scheiderbruch engagiert, sondern auch aus der benachbarten Hoffmann-Siedlung und von der angrenzenden Straße Am Brand.

Dank der modernen elektronischen Kommunikationsmittel war die Hilfe schnell organisiert. „Jeder hat gleich für mehrere Nachbarn eingekauft, so dass nicht zehn Leute in den Supermarkt mussten“, berichtet Steingen. Oder man hat sich gegenseitig ausgeholfen, wenn vielleicht bei einem das Toilettenpapier knapp wurde.

Inzwischen ist die Nachbarschaftshilfe so routiniert, dass die WhatsApp-Gruppe aufgelöst werden sollte. Doch da hatte Melanie Hartkopf noch eine Idee. Ein letztes Mal sollte die Gruppe für eine Hilfeleistung genutzt werden.

Foto: privat

„Wir könnten doch Lebensmittel, Hygieneartikel und anderes dem SkF spenden“, schrieb Hartkopf den Nachbarn. Denn der SkF Ratingen sammelt diese ein und verteilt sie an Bedürftige, die sonst zur Ratinger Tafel kommen.

An diesem Dienstag holt der SkF die gesammelten Spenden im Fahrradschuppen von Melanie Hartkopf ab.

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