Nach Vandalismus: Porticus wird restauriert

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Ratingen. Der Porticus und das hölzerne Kruzifix auf dem Ehrenfriedhof an der Werdener Straße wurden Anfang Oktober durch Farbschmierereien stark beschädigt. Die Stadtverwaltung hat die Arbeiten zur zwingend notwendigen Wiederherstellung des Porticus‘ aufgenommen. Die Restaurierung des hölzernen Kruzifix‘ ist allerdings nicht auf die Schnelle zu erledigen, sondern bedeutet einen hohen Aufwand. Darauf machen die Stadtverwaltung und der Verein Ratinger Jonges aufmerksam.

Die mutwillige Beschädigung ist umso bedauerlicher, als dass die Jonges erst vor zwei Jahren sowohl den Porticus als auch den darin befindlichen Kruzifix auf eigene Kosten hatten restaurieren lassen. Bei dem Corpus handelt es sich um ein sehr wertvolles Bildwerk, dessen Bedeutung für die Kunstlandschaft des Rheinlandes darin begründet ist, dass aus dieser Zeit recht wenige Stücke von vergleichbarer Qualität überkommen sind.

Bei der Beseitigung des Vandalismusschadens galt es zunächst, die Anforderungen an den Denkmalschutz und die Vorgehensweise der Restaurierung in Abstimmung mit der Unteren Denkmalpflegebehörde festzulegen. Die denkmalrechtlichen Abstimmungen zur Herangehensweise sowie die Beauftragung von Fachfirmen konnten bereits abgeschlossen werden. Anfang Dezember nun wird das Kruzifix durch eine Spezialfirma mit Kenntnissen in der Restaurierung denkmalgeschützter Baukörper abgenommen und zur weiteren Bearbeitung in die Werkstatt der Firma nach Köln transportiert.

Die Stadt geht davon aus, dass die Gesamtkosten der Wiederherstellung bei etwa 15.000 Euro liegen werden. Nach einer Oberflächenreinigung des Kruzifix‘, der Kittung von Fehlstellen und dem nochmaligen Auftrag des Grundfarbtons muss zweimalig ein Überzug aus einem Gemisch von Glanz- und Mattfirnis aufgetragen werden, um die Anhaftung von Schmutz zu erschweren. Bis alle Restaurierungsarbeiten abgeschlossen sind, wird es daher aller Voraussicht nach bis zum Frühjahr 2019 dauern.

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