Museum zeigt Sammlung und Neuzugänge

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Ratingen. Das Museum, Grabenstraße 21, zeigt vom 13. Mai bis zum 19. August seine neue Ausstellung „Check-up. Die Sammlung und ihre Neuzugänge“. Die Ausstellung wird mit Kursen und Führungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene begleitet. Für Schulen, Kindergärten und Kindergärten ist das Angebot kostenlos. Für weitere Information und Buchungen an Julia Ortmeyer wenden, Telefon 02102/550-4184.

Die Sonderschau präsentiert wichtige Werke aus der städtischen Kunstsammlung und Neuzugänge, die als Dauerleihgaben – sowohl des Landes als auch von privater Hand –  die Sammlung bereichern. Allein zehn Arbeiten sind im letzten Jahr vom Land Nordrhein-Westfalen dem Museum anvertraut worden. Sie entstammen der Sammlung der Portigon AG, dem Nachfolgeunternehmen der ehemaligen WestLB. Im Jahr 2016 erwarb das Land Nordrhein-Westfalen einen Großteil dieser Sammlung und überführte die Werke in die neu gegründete Stiftung „Kunst im Landesbesitz“. Die insgesamt 278 Kunstwerke wurden an ausgewählte Museen übergeben, darunter auch das Museum Ratingen. Es erhielt insgesamt neun Gemälde in unterschiedlichen Techniken und eine Serie von Radierungen.

In der neuen Präsentation werden die Neuzugänge ausgewählten Stücken aus dem Bestand gegenübergestellt. Einen Schwerpunkt des Bestandes bilden dabei Arbeiten von Peter Brüning, dessen Werk als Ausgangspunkt der Ratinger Sammlung gelten kann. Brüning, ehemals Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie, lebte in Ratingen und hatte hier sein Atelier, in dem die meisten seiner teils großformatigen Werke entstanden. Als Neuzugänge wird jeweils eine Arbeit der abstrakten Maler Karl Fred Dahmen und K.R.H. Sonderborg vorgestellt. Beide sind nicht nur Zeitgenossen Peter Brünings, sondern gehören wie dieser zu den Protagonisten der deutschen informellen Malerei der Nachkriegszeit. Die Arbeiten aus Landesbesitz von 1969 und 1980 zeugen von der weiteren Entwicklung der beiden Künstler und stellen die Verbindung zu den Kunstäußerungen der nächsten Generationen her.

Zu dieser gehört Heinz Mack. Er war zusammen mit Otto Piene Mitbegründer der Gruppe ZERO, zu der später auch Günther Uecker stieß. Mack ist mit einer großformatigen Papierarbeit aus dem Jahr 1965 vertreten, die ganz im Sinne der ZERO-Bewegung in klar strukturierter Setzung die Lichthaltigkeit der Farben ins Zentrum rückt. Mit der Arbeit korrespondiert ein Nagelbild von Günther Uecker sowie ein Concetto Spaziale von Lucio Fontana, die beide aus Düsseldorfer Privatsammlungen in das Museum Ratingen kommen.

Während Arbeiten von Gotthard Graubner oder Adolf Luther bereits fester Bestandteil der wechselnden Sammlungspräsentationen geworden sind, werden aktuell erstmals ein Rakelbild von Gerhard Richter und eine Arbeit von Neo Rauch gezeigt, die mit ihrer neuerlichen Hinwendung zum Figürlichen zugleich den Schlusspunkt der Ausstellung setzt.

K. R. H. Sonderborg, Ohne Titel, 1980, Stiftung Kunst im Landesbesitz, Nordrhein-Westfalen, (Foto: K. R. H. Sonderborg/ VG BILD-KUNST Bonn, 2018)

 

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