Museum: Gespräch mit Künstlerinnen

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Ratingen. Das Museum, Grabenstraße 21, lädt am Sonntag, 10. März, um 11.30 Uhr zu einem Künstlergespräch rund um die neue Sonderausstellung who’s afraid of Bauhaus. Kritische Reflexionen zum 100.” ein. Kurator Michael Stockhausen und die Künstlerinnen Louisa Clement, Fari Shams und Heidi Specker sprechen über ihre Arbeiten, das Medium der Fotografie in Relation zum Bauhaus und die zeitgenössische Fotografie. Der Eintritt kostet fünf Euro. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. 

Heute firmiert alles Würfelige und jeder dritte Stuhl unter dem Schlagwort „Bauhaus“. Schaut man in das vielfältige Programm zum Hundertsten, scheint sich spätestens 2019 zu bewahrheiten: „Die ganze Welt ein Bauhaus“. Doch warum? Abseits des Jubiläumshypes: Worin erkennt sich die Gegenwart, wenn sie zurückblickt? Entlang zeitgenössischer Positionen reflektiert die Ausstellung nicht die Legende, sondern die Lebendigkeit des Bauhaus-Impulses: Fragen der Trias Kunst, Technik, Mensch, der Geschlechterauffassung, des Spiel- und Lehrimpulses für eine Gesellschaft, des Graphischen, Handwerklichen und Textilen oder der Transformationen des Körperlichen – von der Mensch-Maschine zum Mensch-Interface? – motivieren den Blick zurück nach vorn.

Louisa Clement (* 1987 in Bonn) hat ihr Studium 2015 als Meisterschülerin bei Andreas Gursky an der Kunstakademie Düsseldorf abgeschlossen. Ihre Bilder beschäftigen sich damit, die Differenz zwischen Fotografie und Malerei infrage zu stellen. Das Auflösen von festen und klar definierten Strukturen ist folgerichtig ein wesentliches Moment ihrer Arbeiten.

Fari Shams ist eine britische Künstlerin und wurde 1976 in Teheran geboren. Sie studierte an der Kunstakademie Düsseldorf und an der School of the Art Institute of Chicago, Illinois. Ihre Arbeiten sind das Ergebnis einer täglichen Erfahrung, die das menschliche Bedürfnis nach strukturellen Organisations- und Klassifizierungssystemen und die ihnen innewohnende Unzulänglichkeit und Unvollständigkeit bezeugt.

Heidi Specker studierte Fotografie, Film und Design an der Fachhochschule Bielefeld und war Meisterschülerin an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Hier hat sie heute eine Professur inne. Bekannt wurde Heidi Stecker in den 90er Jahren durch ihre Architektur-Fotografien, bei denen sie offensiv als eine der ersten die digitale Technik einsetzte und durch sie eine neue Bildsprache entwickelte.

Foto: Fari Shams

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