Museum: Ausstellung zur Reformation eröffnet

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Ratingen. Zahlreiche Gäste kamen vergangenen Freitag in das Museum zur Eröffnung der Ausstellung „Kirchenschätze – Lutherisch. Reformiert. Evangelisch“. Neben Bürgermeister Klaus Pesch sprachen Pfarrer Frank Schulte, Stellvertretender Assessor des Kirchenkreises Düsseldorf-Mettmann und der Vorsitzende des Presbyteriums der evangelischen Kirchengemeinde Ratingen, Jürgen Lindemann, den Besuchern Grußworte aus. Pfarrer Gert Ulrich Brinkmann von der Stadtkirche Ratingen wünschte der Ausstellung, in die Alexandra König als Museumsleiterin inhaltlich einführte, viel Erfolg. Abgerundet wurde der offizielle Eröffnungsteil durch den Gospelchor „Singing Westside“ unter der Leitung von Martin Hanke.

Nach den Ansprachen strömten die Besucher in das Obergeschoss des Museums, um die Geschichte der evangelischen Kirche in Ratingen und den angrenzenden Ortschaften anlässlich des 500. Jahrestag der Reformation zu erleben. Die kulturhistorische Ausstellung vereint eine Vielzahl von Artefakten. Von kunstvollem Altargeschirr über historische Dokumente und seltene Bibelausgaben bis zu den bemalten Orgelpfeifen aus der Weidtmann-Werkstatt und überkommenen Stücken der ehemaligen Kirchenausstattungen erzählen die Exponate vom evangelischen Leben und den Menschen, die es ausfüllten. Am weitesten reiste das Werk eines unbekannten Meisters, das wohl um 1700 entstanden ist und den Schweizer Oberst Wilhelm von Muralt zeigt, der an der Belagerung von Kaiserswerth teilnahm. Als Anhänger des reformierten Glaubens wurde er in Ratingen beigesetzt.

Begeistert wurden die zehn Luther-Skulpturen von Ottmar Hörl aufgenommen, der über die Werke sagt: „Ich multipliziere Luthers Präsenz, sodass sich seine Ideen in Gestalt eines Symbolträgers in die ganze Welt verteilen können. Das mobile Lutherdenkmal wird zum Lutherbotschafter. Die Lutherskulpturen sind als Anregung zu einer persönlichen und undogma­tischen Auseinandersetzung gedacht. Und jeder kann sich beteiligen …“ Bei einem kleinen Imbiss wurde nicht nur hierüber rege diskutiert.

Das Museum Ratingen zeigt die Ausstellung noch bis zum 4. Februar 2018. Ein Katalogbuch ist im Klartext-Verlag erschienen und im Museumsladen erhältlich. 

Foto: Stadt Ratingen

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