Müller-Witt: Kreis braucht flexible Lösungen beim Impfen

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Düsseldorf/Ratingen. Die tägliche Zahl der Corona-Neuinfektionen ist immer noch zu hoch. Die Entwicklung der Pandemie bleibt nach wie vor besorgniserregend. Die große Hoffnung liegt weiterhin in der vollständigen Impfung aller derjenigen Bürger, die dazu bereit sind. Die SPD-Landtagsfraktion stellt fest, dass die Umsetzung der Impfkampagne zu langsam und kompliziert vonstattengehe. So kritisiert auch die SPD-Landtagsabgeordnete für den Kreis Mettmann, Elisabeth Müller-Witt, das bisherige Vorgehen der Landesregierung: „NRW ist groß und die Strukturen vor Ort unterscheiden sich erheblich. Wir brauchen deshalb flexible Lösungen. Dadurch könnten wir die Akzeptanz und Impfbereitschaft deutlich erhöhen. Es kann doch nicht sein, dass ältere oder mobilitätseingeschränkte Menschen mit  öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Taxi 50 Kilometer bis zum zuständigen Impfzentrum fahren müssen.“

Müller-Witt kündigt an, dass die SPD-Fraktion einen entsprechenden Antrag in der kommenden Woche in den Landtag einbringen werde. Zur Finanzierung soll auch der bislang nicht ausreichend genutzte Corona-Rettungsschirm verwendet werden. Von den dort angesetzten 25 Milliarden Euro seien gerade einmal fünf Milliarden verwendet worden. „Am Geld darf eine flexible Lösung nicht scheitern. Wir brauchen im Kreis Mettmann Unterstützung vom Land, wie Impfbusse, mobile Impfteams, Zweigstellen des bislang einzigen Impfzentrums – es gibt durchaus pragmatische Lösungen, die geschaffen werden könnten“, meint Müller-Witt.

Dafür müsse das Land jedoch die passenden Rahmenbedingungen bieten. Bislang ist es den Kreisen und Städten in Nordrhein-Westfalen nicht erlaubt, von den landesweiten Regelungen abzuweichen. „Die Impfgeschwindigkeit scheitert mit Sicherheit nicht an der Bereitschaft der Menschen bei uns im Kreis, sondern an den starren Vorgaben und an der verzögerten Auslieferung des Impfserums. Gesundheitsminister Laumann muss jetzt Möglichkeiten schaffen, damit wir alle Menschen schnellstmöglich mit dem dringend notwendigen Impfstoff versorgen und den Kampf gegen das Virus gewinnen können“, so Müller-Witt.

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