Mit Feuerstein und Faustkeil durch die Ferien

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Mettmann. Schon gewusst, dass die Neanderthaler bereits vor zehntausenden Jahren das Feuerzeug erfunden haben? „Das Prinzip aus der Steinzeit ist beim Rädchenfeuerzeug heute noch dasselbe“, sagt Till Knechtges, Steinzeitwerkstatt-Mitarbeiter am Neanderthal Museum. „Die Neanderthaler haben Feuersteine und Katzengold – Markasit – aneinander geschlagen, das ist ein Stein aus Eisen und Schwefel, und so Funken erzeugt. Das Schlagen wird heute durch die Rädchenbewegung ersetzt. Aber ein Feuerstein ist im Feuerzeug immer noch enthalten.“

Ganz schön schlau. Und selbst mal Feuer machen wie die Neanderthaler, das kann man in der Steinzeitwerkstatt – ohne Rädchenfeuerzeug, versteht sich, dafür eben mit Feuerstein, Katzengold und einem Zunderpilz als Brennmaterial.

Und das Programm in der Steinzeitwerkstatt bietet noch viel mehr, auch für die Sommerferien. Hier können alle Kinder ab sechs Jahren aus Ton, Pflanzenfett und Pilz-Dochten eigene Windlichter formen, per Drillbohrer kunstvolle Amulette mit Muscheln, Federn, Knochenperlen und Lederbändern basteln, aus Harzkleber und Feuersteinen selber Messer herstellen oder zur Sonderausstellung, der Duckumenta, Tragetaschen mit lustigen Entenmotiven bedrucken.

Je nach Programm geht es aktiv quer durchs Gelände: Hier schleudern die Kinder Speere, knacken Nüsse mit Steinen, untersuchen einen Mammutzahn, schneiden Leder, lernen einen Faustkeil – „das Schweizer Taschenmesser der Steinzeit“ – kennen oder malen eigene Höhlenbilder. Ganz schön spannend! Und vor allem: direkt aus dem Alltag der Neanderthaler. „Alle unsere Arbeiten hier in der Steinzeitwerkstatt sind archäologisch belegt“, erklärt Knechtges. „Und wir bleiben mit unseren Ohren immer nah an der aktuellen Forschung.“ So lernen kleine und große Kinder auf spielerisch-entdeckerische Art und Weise den Neanderthaler und seine Zeit kennen. „Sehr viele Kinder haben hier superviel Spaß und wollen am liebsten in der Steinzeit bleiben. Durch Ausprobieren und Anfassen wird ein tiefer und emotionaler Bezug hergestellt.“

Mehr Information auf der Internetseite des Museums

Foto: Neanderthal-Museum

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