Millionen Liter Wasser mussten weg

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Lintorf/Breitscheid. Der Auftrag der Unteren Wasserbehörde für die Stadt Ratingen war klar: Die Tongrube einer ehemaligen Ziegelei in Breitscheid soll von Wasser befreit werden. Was sich auf dem Papier einfach liest, stellte sich in der praktischen Umsetzung aufwendiger dar. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte des Ortsverbands Ratingen des Technischen Hilfswerkes (THW) verlegten über einen Kilometer Schlauch und setzen zwei Hochleistungspumpen ein.

Nach detaillierter Planung war es dann soweit. Unter Federführung der Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen um Gruppenführer Robin Kirsch machten sich rund 25 THWler vom Standort am Hülsenbergweg ans Werk. „Mehrere Millionen Liter Wasser sind aus der Grube zu fördern, ein Höhenunterschied von rund zehn Meter am Anfang der Pumpstrecke ist zu überwinden und mehr als ein Kilometer F-Schlauch muss verlegt werden“, fasste Kirsch die Herausforderungen zusammen.

Damit das Amtshilfeersuchen erfolgreich bewältigt werden kann, brachten die Helfer beide Hochleistungspumpen in Position. Parallel sorgten weitere THW-Kräfte dafür, dass das Wasser aus der Senke weg transportiert werden konnte. Sie bauten zwei, jeweils rund 500 Meter lange Strecken aus F-Schläuchen auf und richteten den Auslass der Pumpstrecke her, um Ausspülungen an der Einleitstelle zu vermindern.

Ehe die Saugleitungen ins Wasser gebracht werden konnten, musste man einer Auflage der Unteren Wasserbehörde gerecht werden: Um keine Fische und Amphibien anzusaugen, umwickelten die THWler die Saugkörbe mit Maschendrahtgeflecht. Gegen 8.50 Uhr war es dann so weit und die Maschinisten starteten die erste der beiden Schmutzwasserpumpen; die zweite folgte kurze Zeit später. Von da an liefen sie mit einer Leistung von rund 7000 Liter in der Minute. In den folgenden Stunden überwachten Ehrenamtliche den Betrieb.

Um 18 Uhr wurden die Pumpen auf Geheiß der Unteren Wasserbehörde ausgeschaltet und der Abbau begann. Rund vier Millionen Liter Wasser haben beiden Pumpen bis zu diesem Zeitpunkt aus der Grube gefördert.

Foto: THW/Sebastian Vogler

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