Menschen mit Demenz professionell begegnen

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Lintorf. „Herausforderndem Verhalten bei Menschen mit Demenz professionell begegnen“ lautet der Themenabend des Hauses Bethesda (Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz)  am Dienstag, 13. Juni, um 18 Uhr im Festsaal des Fliedner Krankenhauses, Thunesweg 58. Referent ist Stephan Kostrzewa, Altenpfleger, Sozialwissenschaftler, Chefredakteur „palliativpflege heute“ und Fachbuchautor. Der Eintritt ist frei, um eine Anmeldung wird gebeten, Telefon 02102/303-717.

Bei einer Demenz (zum Beispiel Alzheimer Demenz) zerfällt dem Betroffenen zunehmend die Möglichkeit, sich verbal auszudrücken und mitzuteilen. Dieser Sprachzerfall löst in ihm Frustration, Angst, Hilflosigkeit und Trauer aus. Liegen aber neben der Demenz noch weitere Krankheitsbilder vor, die mitunter starke Symptome erzeugen können, kann ein Mensch mit Demenz dieses Leiden nicht mehr verbal äußern. Hieraus können nun sogenannte „herausfordernde Verhaltensweisen“ entstehen. Diese meist störenden Verhaltensweisen nun der Demenz zuzusprechen, wird den Betroffenen nicht gerecht, denn sie versuchen ja hierüber ihr Leiden zu „kommunizieren“.

Insbesondere in der Pflege von Menschen mit fortgeschrittener Demenz kommt es immer wieder vor, dass die Betroffenen die Körperpflege ablehnen und abwehren, da ihnen die Krankheitseinsicht fehlt und sie für sich keinen Unterstützungsbedarf sehen. Hieraus entsteht für den Mitarbeiter, für Angehörige, aber auch für den Betroffenen, eine sehr stressbelastete Situation. Ein personen- und bedürfniszentriertes Verständnis kann helfen, diese Situationen zu entschärfen. Hierbei geht es um ein ganz eigenes Pflege- und Betreuungsverständnis, nämlich eines aus der Perspektive der Betroffenen einzunehmen.

Der Vortrag sensibilisiert die Teilnehmenden für den Blick des zu Pflegenden mit Demenz, um mögliche Konfliktsituationen schon im Voraus zu erkennen und diese präventiv zu „entschärfen“.

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