Meisterfeier in Düsseldorfer Arena

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Düsseldorf. Am Sonntag, 29. Mai, werden 826 Jungmeisterinnen und Jungmeister, die im vergangenen Jahr erfolgreich die Prüfung im Handwerkskammer- und Regierungsbezirk Düsseldorf bestanden hatten, bei einer Zentralveranstaltung, der 73. Düsseldorfer Meisterfeier, in der Merkur-Spiel-Arena ihre ersehnten Urkunden erhalten. Damit findet das Flaggschiff der Festveranstaltungen des deutschen Handwerks erstmals im Freien und nicht an gewohntem Schauplatz in der Düsseldorfer Stadthalle statt.

Festredner bei der Feier wird der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, Hans Peter Wollseifer, sein. Zugesagt haben ihr Kommen außerdem Innenminister Herbert Reul und die Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen NRW, Mona Neubaur. Stimmungsvoll dürfte die Veranstaltung zu Ehren der jungen Leistungsträger des Handwerks in jedem Fall auch im größten Fußball-Tempel am Rhein ausfallen: Rund 2000 Besucher auf der Haupttribüne, eine Bestenehrung und nach Abschluss des Hauptprogramms eine Festmeile für die Erfolgreichen und alle Gäste auf dem Spielfeld, mit DJ und Liveact (Goldtunes).

Im Jahr zuvor, das von monatelangen Lockdowns gekennzeichnet war, hatten ebenfalls immerhin 786 Meisteraspiranten den erschwerten Bedingungen standhalten und die Meisterprüfungen erfolgreich ablegen können. Ehlert: „Benötigt werden allerdings doppelt so viele Jungmeister, um die ausscheidende Baby-Boomer-Generation an der Spitze der Meisterbetriebe zu ersetzen. Kammerweit geht es in den kommenden fünf Jahren in bis zu zehntausend Handwerksunternehmen um die Nachfolge.“
Da hilft es, wenn, wie in diesem Jahr, die Bereitschaft unter Jungmeistern, den Schritt in die berufliche Unabhängigkeit gehen zu wollen, besonders stark ausgeprägt ist. 58 Prozent der Meisterqualifizierten haben vor, sich in Zukunft beruflich selbstständig zu machen – oder den Schritt in unternehmerische Unabhängigkeit bereits vollzogen, wie die Kammer im Rahmen einer Umfrage unter allen aktuellen Meisterabsolventen ermittelte.

Der Präsident der HWK, Andreas Ehlert, erklärte: „Das Interesse unter Jungmeisterinnen und -Meistern, sein Können auf eigene Rechnung und Risiko zu vermarkten, nimmt erfreulicherweise wieder zu. Daran hat auch die Pandemie nichts ändern können, zumal Existenzgründungen über längeren Zeitraum geplant und vorbereitet werden.“ Der langjährige Durchschnitt der von der HWK regelmäßig erhobenen Gründungsbereitschaft liegt bei 50 Prozent. Noch mehr, nämlich zwei Drittel der Befragten, sehen sich künftig selbst in der Rolle als Ausbilder, um ihren frisch erworbenen Höchststand an Wissen und Können zeitnah an die nächste Generation weitergeben zu können.