Marihuana und hochwertige Jeans

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Ratingen-West. Den richtigen Riecher bewiesen am Mittwochabend, 29. April, Polizisten bei einer allgemeinen Verkehrskontrolle auf der Otto-Hahn-Straße. Aufgrund eines intensiven Marihuanageruchs durchsuchten sie den Innenraum des Fahrzeuges und fanden über zwei Kilogramm Marihuana und eine größere Menge Bargeld. Der 28-jährige Fahrzeugführer und seine 25-jährige Beifahrerin wurden festgenommen.

Gegen 20:15 Uhr kontrollierten Polizisten den Fahrer eines schwarzen Mercedes S350 mit Düsseldorfer Kennzeichen, der sein Fahrzeug mittig auf einem Parkplatz an der Otto-Hahn-Straße abgestellt und für einen kurzen Moment telefonierend das Fahrzeug verlassen hatte. Aus dem Fahrzeug drang ein intensiver Marihuanageruch, so dass die Polizisten nicht nur die Insassen, sondern auch das Fahrzeug kontrollierten. Die Kontrolle war ein voller Erfolg, denn sie fanden über 6000 Euro Bargeld, verschiedene Smartphones, eine Feinwaage sowie etwa 2,5 Kilogramm Marihuana.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde anschließend die Wohnung des 28-jährigen Fahrers in Ratingen durchsucht. Hier stellten die Beamten Betäubungsmittel, unter anderem weitere 1,5 Kilogramm Marihuana, unterschiedliche verschreibungspflichtige Medikamente, mehrere original verpackte und noch mit Preisetiketten versehene, hochwertige Jeanshosen sowie einen Schlagring sicher.

In der Wohnung der 25-jährigen Beifahrerin in Mettmann konnten rund 15.000 Euro in bar zur Beweissicherung sichergestellt werden.

Sowohl der Ratinger als auch die Mettmannerin wurden vorläufig festgenommen und zur Polizeiwache Ratingen gebracht. Beide Beschuldigten sind kriminalpolizeilich bereits wegen unterschiedlicher Delikte in Erscheinung getreten.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Düsseldorf wurde die 25-Jährige im Laufe des Vormittags aus dem Gewahrsam entlassen. Der 28-jährige Ratinger wird noch am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt, der über eine Untersuchungshaft entscheiden wird.

Der Führerschein des Mannes wurde noch in der Nacht sichergestellt, da er zur Begehung von Straftaten genutzt wurde. Jegliches Führen führerscheinpflichtiger Fahrzeuge wurde ihm bis auf weiteres untersagt.

Die Ermittlungen zur Herkunft der hochwertigen und original verpackten Jeanshosen im Wert von über 5000 Euro dauern derzeit noch an. Gegen den Ratinger wurde diesbezüglich ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Hehlerei eingeleitet.

Das Kriminalkommissariat Ratingen hat die weiteren Ermittlungen in dem umfangreichen Strafverfahren übernommen. Die Tatvorwürfe gegen den 28-jährigen Ratinger wiegen schwer: Der ihm vorgeworfene Handel mit einer nicht geringen Menge an Betäubungsmitteln stellt einen Verbrechenstatbestand dar, der mit einer Mindestfreiheitsstrafe von nicht unter einem Jahr geahndet wird.

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