Mahn- und Gedenkstätte wird 30 Jahre alt

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Düsseldorf. Am Sonntag, 17. September, richtet der Förderkreis der Mahn- und Gedenkstätte einen Stehempfang mit Jazz und Begegnungen aus, an dem Freunde und Weggefährten des Hauses auf die Geschichte der Gedenkstätte zurückblicken können. Die öffentliche Veranstaltung anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Gedenkstätte an der Mühlenstraße beginnt um 15.30 Uhr.

Mehr als 30.000 Besucher kommen mittlerweile jährlich in die Ausstellungen und Veranstaltungen des Instituts, das sich als zentrale Dokumentations-, Lern- und Forschungsstätte zur Geschichte des Nationalsozialismus in Düsseldorf versteht. Das Institut erfüllt mehrere Aufgaben zugleich: Es ist Museum und Gedenkstätte, Archiv und Forschungseinrichtung, Fachamt für Verwaltung und Politik, aber auch Ort für Begegnungen, Debatte und Austausch.

Nach langjährigen Forderungen – vor allem von jungen Düsseldorfern aus dem Stadtjugendring, aber auch von Holocaust-Überlebenden und ehemaligen Widerstandskämpfern – wurde das Institut am 17. September 1987 eröffnet. Bis 2011 wurde hier die Dauerausstellung „Verfolgung und Widerstand in Düsseldorf 1933-1945“ gezeigt. Nach einer grundlegenden Modernisierung und baulichen Erweiterungen konnten im Mai 2015 neue Gebäudeteile sowie die neue Dauerausstellung „Düsseldorfer Kinder und Jugendliche im Nationalsozialismus“ eröffnet werden. Das Institut wurde von 1988 bis Ende 2010 von Angela Genger geleitet, seitdem verantwortet Bastian Fleermann die Mahn- und Gedenkstätte. Vieles hat sich seither geändert. Dennoch bleibt das Haus seinen Grundsätzen auch weiterhin treu: „Wir waren und bleiben allen Opfern der NS-Herrschaft gewidmet und haben stets den einzelnen Menschen im Auge. Dennoch verändern sich die Erwartungen und Bedürfnisse des Museumspublikums ständig“, so Fleermann.

Oberbürgermeister Thomas Geisel, der ebenfalls am Sonntag ein Grußwort sprechen wird: „Wir sind stolz auf ein Institut, das schon seit drei Jahrzehnten die Erinnerungskultur in unserer Stadt maßgeblich prägt und lebendig hält. In diesem Institut geht es um aktive Formen der Auseinandersetzung mit unserer Stadtgeschichte. Gerade junge Menschen werden erreicht und zum Nachdenken über Toleranz, Menschenrechte und Demokratie angeregt.“

Die Wiedereröffnung der Mahn- und Gedenkstätte im Mai 2015 (Foto: Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf)

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