Maciejewski präsentiert Roman über Bertha Pappenheim

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Düsseldorf. Der Autor und Soziologe Franz Maciejewski stellt seine Romanbiographie „Ich, Bertha Pappenheim“ im Lesefenster der Zentralbibliothek am Mittwoch, 10. Mai, 20 Uhr am Bertha-von-Suttner-Platz 1 vor.Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und mit der Jüdischen Gemeinde statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die streitbare Feministin Bertha Pappenheim gründete den Jüdischen Frauenbund, stritt mit dem jüdischen  Religionsphilosophen Martin Buber über eine Reform des orthodoxen Judentums und startete beim Völkerbund einen Kampf gegen den internationalen Mädchenhandel.

Doch ihr vielseitiges Engagement hat Bertha Pappenheim nicht so berühmt gemacht wie ihr Patientenname. Als „Anna O.“ wird sie von Dr. Josef Breuer nach den Methoden der damals topaktuellen Freudschen Psychoanalyse therapiert. Ihre Diagnose lautet: „Hysterisch“. Ende des 19. Jahrhunderts ist das in Wien jede Frau, die sich nicht in die herrschende Männergesellschaft einordnen kann oder will. Als Josef Breuer und Sigmund Freud 1895 gemeinsam ihr Werk „Studien zur Hysterie“ veröffentlichen, wird Bertha Pappenheim alias „Anna O.“ zum berühmten Fallbeispiel.

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