Lüftungsanlagen für Grundschulen

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Ratingen. In der Coronapandemie sollen alle Klassenräume nach jeweils 20 Minuten Unterricht für fünf Minuten stoßgelüftet werden. Dies stört den Unterricht und führt zuweilen zu Unbehagen bei denen, die nahe an den geöffneten Fenstern sitzen. Dazu ist es energetisch problematisch. Die Ratinger CDU-Fraktion begrüßt deshalb, dass im städtischen Doppelhaushalt für 2022/2023 Mittel zum Einbau von insgesamt 17 Lüftungsanlagen in 47 Räumen an fünf Grundschulen bereitgestellt werden. Der Bund fördert die Anschaffung mit bis zu 80 Prozent. Ratingen muss daher rund 202.000 Euro selbst tragen. 

Eingebaut werden die Anlagen in den Ferien in der Astrid-Lindgren-Schule, in Erweiterungsbauten der Eduard-Dietrich-Schule in Lintorf, in der Karl-Arnold-Schule, in der OGATA der Wilhelm-Busch-Schule in Hösel und in der Matthias-Claudius-Schule in Breitscheid. Die Technik ist bewährt – die Lüftungsanlagen tauschen verbrauchte Luft gegen Frischluft aus und erwärmen die eintretende Frischluft über die Abwärme der abgeführten Luft ohne, dass sich beide Luftströme berühren. Schadstoffe oder Viren werden so fortlaufend aus den Räumen entfernt.

Verbraucht die Technik im Winter also deutlich weniger Energie, als das Stoßlüften, kann sie in Sommernächten kühlere Luft in die Gebäude leiten und damit auch wirksam klimatisieren. So werden die Lüftungsanlagen Teil der energetischen Gebäudesanierungen. Auf Basis der Erfahrung mit Einbau und Betrieb an den ersten Grundschulen sollen dann weitere Standorte folgen.