Lintorfer Platt ist nicht Lintorfer Platt

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Lintorf. Platt ist nicht Platt! Ostfriesen und Bayern verstehen sich kaum. Aber auch Lintorfer und Lintorfer können Probleme bei der Verständigung bekommen. Das demonstriert Manfred Buer, Ehrenvorsitzender des Vereins Lintorfer Heimatfreunde, den Zuhörern beim Mundartabend des Vereins an diesem Dienstagabend im Sitzungssaal des alten Rathauses.

Gespannt lauschen sie Buers erster Geschichte in Mundart. Sie müssen genau hinhören, denn die Worte klingen so anders als das gewohnte Lengtörper Platt. Es gibt ein zweites Lintorf, Ortsteil von Bad Essen, unweit von Osnabrück in Niedersachsen gelegen. Und dort spricht man anders, ganz anders als in Lintorf am Niederrhein. Aber Manfred Buer liest die Geschichte langsam vor, so verstehen die meisten zumindest ihren Sinn. 

Dann gibt Manfred Buer Mundartgeschichten von Jean Frohnhoff und Maria Molitor zum Besten. Hier fühlen sich die Zuhörer heimisch. Sie verstehen alles und lachen an der eine oder anderen Stelle. Bei den Geschichten aus den Lintorfer Schulen der Vorkriegszeit sind sie erstaunt darüber, wie häufig damals Lehrer ihre Schüler prügelten.

Jean Frohnhoffs Bericht über die Kirmesprozession (Fronleichnam) weckt bei vielen der Zuhörer eigene Erinnerungen. An das in den 1950er Jahren zur Fronleichnamsprozession festlich geschmückte Dorf erinnern sie sich noch. Schmunzeln müssen sie über Frohnhoffs Festellung, dass die Zahl der Prozessionsteilnehmer im Laufe der gut einstündigen Prozession sank. Manch einer verließ die Prozession, wenn er am eigenen Haus vorbei kam.

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