Lintorfer Plastikpiraten forschen am Dickelsbach

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Lintorf (mvk). Wie stark sind deutsche Bäche und Flüsse mit Plastikmüll verschmutzt ? In welchen Gewässern gibt es viele, in welchen Bereichen eher weniger Müllansammlungen? Diesen Fragen und noch vielen weiteren gingen die „Plastikpiraten“ aus dem Kopernikus Gymnasium Lintorf (KGL) nach.

Die Neuntklässler aus dem Naturwissenschaftskurs nahmen an Der bundesweiten Aktion „Meere und Ozeane“ des Bundes-Forschungsministeriums teil, die im Herbst für Schulklassen und Jugendgruppen gestartet wurde. Ziel ist es, schon die Jugend für Meeresschutz und Nachhaltigkeit zu sensibilisieren. Denn in den Gewässer befindet sich unter anderem jede Menge Plastikmüll, der zumeist über die Flüsse dorthin geschwemmt wird. Die Tiere nehmen diese auf und über die Nahrungskette gelangen sie dann auch auf unseren Tellern.

Mit wissenschaftlichen Methoden haben die jungen Forscher daher engagiert in kleinen Gruppen in ihrem Heimatort den Dickelsbach und die unmittelbare Umgebung untersucht. Das Gewässer wurde vermessen sowie Wasser- und Bodenproben entnommen, nach Tieren wurde gesucht und Müll gesammelt.

Eine Gruppe fand einen Autoreifen, der im Bach feststeckte, und auch ein alter Koffer wurde aus dem Wasser gezogen. Der zappelnden Fisch, der sich darin verirrt hatte, wurde selbstverständlich wieder vorsichtig in den Bach zurück befördert. Ansonsten wurde erfreulicher Weise recht wenig Müll gefunden, lediglich ein paar Flaschen, etwas Papier und Plastikverpackungen landeten in ihren Mülltüte.

Die Schulkameraden aus der achten Jahrgangsstufe, die in Kürze am Rhein in Düsseldorf die gleichen Untersuchungen durchführen werden, werden sicherlich andere Erfahrungen machen. Die Ergebnisse der Untersuchungen wurden zum einen in einem Aktionsheft notiert und mit Fotos dokumentiert und zum anderen an die Kieler Forschungswerkstatt weitergeleitet. Diese sammelt bundesweit von allen Forschungsgruppen die erhobenen Daten und werten sie aus. So lässt sich etwa ableiten, welche Gewässer besonders belastet sind und welche Schutzmaßnahmen ergriffen werden können. 

Foto: privat

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