Lintorfer Bäcker backt Brot aus Ratinger Korn

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Lintorf (mvk). Es ist zwei Uhr morgens, bereits seit einer Stunde steht Bäckermeister Stefan Steingen-Gerads in der Backstube an der Speestraße, um frisches Backwerk für seine Kunden herzustellen. In zwei Stunden wird ein Wagen kommen, der die frischen Waren für die neu eröffnete Filiale auf der Ackerstraße in Düsseldorf abholt. Teig wird geknetet, zu Brötchen und Brot geformt, um dann in den Ofen geschoben zu werden.

Eines dieser Brote ist das neue Bauernhofbrot, ein Vollkornbrot, das zu gleichen Teilen aus Roggen und Weizen besteht. Getreide ist ein sehr komplexes Lebensmittel und enthält fast alle für die menschliche Ernährung wichtigen Nährstoffe. Das volle Korn beinhaltet eine Vielzahl von Vitaminen, wichtigen Spurenelementen und Mineralstoffen. Auch wertvolle ungesättigte Fettsäuren und Eiweißbausteine sind erhalten, die Grundlage jeder gesunden Ernährung sind.

„Das besondere an diesem Korn ist, dass es aus Ratingen kommt. Es wird erst kurz vor der Verarbeitung von uns in der Backstube gemahlen“, sagte Steingen-Gerads, Bäckermeister in Lintorf in bereits fünfter Generation.

Auch das Korn aus kontrolliertem Anbau kommt von einer Traditionsunternehmen. Seit über 250 Jahren betreibt die Familie von Johannes Paas Landwirtschaft auf dem Schimmershof in Ratingen. Ihre Felder, auf denen das Korn für das Bauernhofbrot wuchs, sind unweit der Bäckerei in Breitscheid am Schloss Linnep zu finden. Es wurde nach der Ernte gereinigt und in der großen Scheune von Landwirt Paas eingelagert. Dort wird es fachmännisch gelagert.

Sukzessive bekommt die Bäckerei Steingen dann ihr Korn geliefert, das erst kurz vor Gebrauch gemahlen wird. Denn frisch gemahlenes Mehl ist am wertvollsten. Sein Aroma ist so verführerisch wie der Duft frisch gemahlenen Kaffees. Mit Hingabe wird es vom Bäckermeister zum Bauernhofbrot verarbeitet. „

Das ist keine Hauruck-Aktion. Drei Tage dauert es, bis das Brot fertig ist. Es muss zuerst ein Sauerteig angesetzt werden, natürlich mit dem frisch von uns geschroteten Korn, der eine gewisse Zeit ruhen muss, bevor das Brot in den Ofen kommt. Natureller geht‘s nicht, denn es werden selbstverständlich keine fremden Zusatzstoffe beigemengt“, so Steingen-Gerads.

Die Getreidemühle kann übrigens im Verkaufsraum der Bäckerei bewundert werden, wenn sie nicht grade einen neuen Schwung Roggen und Weizen mahlt.

Stefan Steingens-Gerads, seine Frau Christiane und der Angestellte Sebastian Preim neben der Mühle (Foto: privat)

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