Lintorf im Suchraum für Energiewendeleitung

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Lintorf. Für die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende ist der Bau zahlreicher neuer Stromleitungen erforderlich. Eine davon, die Gleichstromverbindung von Emden nach Osterath (Meerbusch), könnte auch durch Lintorf führen. Das teilte die Amprion GmbH jetzt bei einer Pressekonferenz in Wesel mit, wo das Unternehmen das Projekt A-Nord der Öffentlichkeit vorstellte. Der Übertragungsnetzbetreiber mit Sitz in Dortmund begleitet die Suche nach der bestmöglichen Verbindung zwischen Emden und Osterath von Anfang an mit Informations- und Dialogangeboten. Diese frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung wird sich bis Anfang des Jahres 2018 erstrecken.

161013amprion1Das Projekt A-Nord bildet den rund 300 Kilometer langen nördlichen Teil des Korridors A. Dieser zählt zu den drei Hauptschlagadern der Energiewende. Nach Fertigstellung wird diese Gleichstromverbindung eine große Menge der elektrischen Energie aus dem windreichen Norden in die Verbrauchszentren im Westen und Süden Deutschlands transportieren. Während der südliche Teil, das „Ultranet“, als Hybrid-Freileitung gebaut werden soll, plant Amprion A-Nord vorrangig als Erdkabel. Ziel der Planungen ist es, eine möglichst geradlinige Trasse zu finden. Verfahrensführende Behörde ist die Bundesnetzagentur. Die Inbetriebnahme der Leitung ist für das Jahr 2025 geplant.

Nachdem der Gesetzgeber zu Jahresbeginn den Vorrang der Erdverkabelung für das Projekt A-Nord beschlossen hatte, begann Amprion neu zu planen. Bevor Amprion genaue Trassenkorridore ermittelt, sind in mehreren Stufen Gespräche mit Interessensgruppen wie Bürgern, Verwaltung und Politik vorgesehen. Projektleiter Klaus Wewering sagt: „Wir setzen den Schwerpunkt in der frühen Planungsphase auf den Dialog in den Regionen, bevor wir konkrete Verläufe skizzieren.“

Das Genehmigungsverfahren für A-Nord, Vorhaben Nummer eins im Bundesbedarfsplangesetz, ist zweistufig aufgebaut: Ziel der Bundesfachplanung ist es, den bestmöglichen Trassenkorridor für die Leitung festzulegen und dabei die Schutzgüter Mensch, Natur und Umwelt gleichermaßen zu berücksichtigen. Dies ist eine verbindliche Vorgabe für das nachfolgende Planfeststellungsverfahren, in dem der konkrete Trassenverlauf bestimmt und das Vorhaben durch die Bundesnetzagentur rechtlich zugelassen wird. Die Pläne beschreiben detailliert die Realisierung des Bauvorhabens. In beiden Genehmigungsphasen beteiligt die Bundesnetzagentur Träger öffentlicher Belange und die Öffentlichkeit in Form von Antragskonferenzen und  Erörterungsterminen.

Mehr Information im Internet

Erdkabelpilotprojekt Raesfeld (Foto: Amprion)

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