Letztmalig: Das Kind aus der Konservenbüchse

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Essen. Welche heftigen Überraschungen möglich sind, wenn der Paketbote an der Haustür klingelt, davon erzählt Christine Nöstlinger in ihrem Kinderbuchklassiker „Konrad oder Das Kind aus der Konservenbüchse“. Als Theaterstück für Kinder ab acht Jahren ist ihre fantastische Geschichte am Sonntag, 2. April, 15 Uhr zum letzten Mal in dieser Spielzeit in der Casa des Schauspiels Essen zu erleben.
In der Inszenierung von Henner Kallmeyer spielen neben Silvia Weiskopf (Konrad) und Ingrid Domann (Berti Bartolotti) die Ensemblemitglieder Thomas Büchel und Rezo Tschchikwischwili. Karten für sechs Euro gibt es im Vorverkauf unter Telefon 0201/8122-200.

Hat sie dieses große Paket wirklich bestellt? Berti Bartolotti kauft zwar sehr gern ein, doch an diese Riesenbestellung kann sie sich beim besten Willen nicht erinnern. Andererseits ist bei der schrulligen Dame alles möglich. Also wird frisch ausgepackt. Im Karton steckt eine Konservenbüchse, in der wiederum Konrad steckt: ein Junge, der Elternherzen höher schlagen lässt. Denn er wurde von einer Firma als Traumkind programmiert – höflich, ehrlich, wohlerzogen. Und sowas soll Frau Bartolotti bestellt haben? Zweifelnd behält sie den Musterknaben und päppelt ihn mittels beigelegter Nährlösung auf. Berti hat so ihre Schwierigkeiten mit dem fürchterlich anständigen Konrad, der freiwillig ins Bett geht und keine Schokolade mag. Als jedoch die Familie, die Konrad in Wirklichkeit bestellt hatte, darauf besteht, ihr Wunschkind abzuholen, merkt Frau Bartolotti, dass sie den Jungen schon längst ins Herz geschlossen hat und ihn keineswegs zurückgeben möchte. Da gibt es nur eine Lösung: Aus dem Traumjungen muss ein Albtraum auf zwei Beinen werden, den kein Elternpaar freiwillig mitnehmen würde! Also macht sich Berti mit ihrem Freund, dem Apotheker Egon, und der Nachbarstochter Kitty an die Arbeit. Es wäre doch gelacht, wenn aus Konrad kein rotzfrecher Bengel werden würde.

Foto: Martin Kaufhold

 

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