Lesart: Wie tolerant darf Erziehung sein?

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Essen. Kinder aus gut situierten Verhältnissen, die notorisch den Unterricht stören. Jugendliche, die pöbeln, beschimpfen, die Schule schwänzen und kriminell werden. Kinder muslimischer Einwanderer, die mit Selbstbestimmung und Freiheit überfordert sind. 15-jährige Roma-Mädchen, die zwangsverheiratet werden. Sollen wir das einfach hinnehmen? Das fragt der ehemalige Lehrer und Moderator für Gewaltprävention Axel Becker in seinem Buch „Die Toleranzfalle. Was grenzenlose Liberalität uns und unseren Kindern antut“. Becker ist am Dienstag, 29. November, ab 20 Uhr zu Gast in der Sachbuch-Sendung „Lesart“ vom Deutschlandradio Kultur im Café Central International des Essener Grillo-Theaters.Dann werden er und seine Autoren-Kollegin Sefika Garibovic sowie WAZ-Kulturchef Jens Dirksen über das Thema „Toleranz, Liberalität, Freiheit: Wie viel Erziehung brauchen Kinder?“ sprechen.

Einen leidenschaftlichen Appell für mehr Verantwortung und Erziehung, für mehr Liebe und Zuwendung formuliert Sefika Garibovic in ihrem neuen Buch „Konsequent Grenzen setzen. Vom Umgang mit schwierigen Jugendlichen“. Ihre These lautet, dass es schwierigen Kindern und Jugendlichen nicht an Therapien fehlt, sondern an Erziehung, und sie zeigt auf, wie mit konsequenter Erziehung Problemkinder und Problemjugendliche vermieden werden können. Es gehe darum, dass Werte und der respektvolle Umgang miteinander wieder erlernt werden müssten. Auch Axel Becker fordert ein Ende des Laisser-faire und mehr Widerstand gegen delinquentes Verhalten sowie ein Bekenntnis zu unseren Werten, das vor Konsequenzen nicht Halt macht. Dies gelte für die Politik, vor dem Jugendrichter, im Alltag ebenso wie in Schulen, wo nicht zuletzt durch die Aufnahme von Flüchtlingen enorme Herausforderungen der Integration lägen.

Die Moderation der Sendung übernimmt Maike Albath vom Deutschlandradio Kultur.

Deutschlandradio Kultur zeichnet dieses Gespräch auf und strahlt es am Samstag, 3. Dezember, ab 11:05 Uhr aus. Die Reihe „Lesart“ wird in Kooperation mit Deutschlandradio Kultur, der Buchhandlung Proust, der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) und dem Schauspiel Essen durchgeführt.

Der Eintritt kostet acht Euro, Karten gibt es im TUP-TicketCenter, Telefon 0201/81 22-200, oder in der Buchhandlung Proust, Telefon 0201/ 839 68 40.

Foto: Beltz

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