Lateinamerikanische Filmnacht im Filmmuseum

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Düsseldorf. Am Freitag, 10. Mai, findet erneut die „Lateinamerikanische Filmnacht“ im Filmmuseum Düsseldorf, Schulstraße 4, statt. Vor Filmbeginn und in der Pause werden südamerikanische Weine ausgeschenkt und ein kleiner Snack angeboten. Die Besucher können den Themenabend so rundum genießen – und das für einen guten Zweck. Denn mit dem Kauf einer Eintrittskarte werden die Kinder-Hilfsprojekte von „Futuro sí“ in Lateinamerika unterstützt. Der Eintritt kostet je Film zehn Euro einschließlich drei Euro Spende für „Futuro sí“.

Gezeigt werden um 19 Uhr der Film „Die Reise“ und um 22 Uhr der Film „Der Perlmuttknopf“.

Fernando Solanas schickt in „Die Reise“ den 17-jährigen Martin Nunca, der mit seiner Mutter und dem Stiefvater in Ushuaia, dem südlichsten Zipfel Argentiniens lebt, auf eine lange Reise der Entdeckungen durch den lateinamerikanischen Kontinent. Mit dem Fahrrad bricht er auf, um seinen Vater zu suchen. Unterwegs sammelt er Erfahrungen und lernt die Facetten verschiedener Orte und Länder kennen. Martin entdeckt die reichen Mythen des Kontinents, die Geschichte der Azteken und der Indios in den Anden genauso wie die katastrophalen sozialen und ökologischen Zustände der Gegenwart. Seine Suche nach dem Vater wird ein aufregendes Durchforsten des Kontinents, wobei Solanas mit wunderbaren Ironien die Widersprüchlichkeiten zwischen Alltagsrealität und Politik aufzeigt.

Patricio Guzmán (Der Perlmuttknopf) erzählt die Geschichte Chiles als eine Kulturgeschichte des Wassers und des Pazifischen Ozeans, der den größten Teil der Ländergrenzen von Chile ausmacht. Der Dokumentarfilm erzählt von der indigenen Bevölkerung, die als Volk von Seefahrern eine besonders enge Beziehung zum Wasser hatte und spannt dabei einen Bogen von ihrer Auslöschung und dem Verlust ihrer kulturellen Schätze zu den Toten der Militärdiktatur, die von Pinochets Regime im Meer versenkt wurden. Die Kontinuität der Gewalt in der Geschichte Chiles kontrastiert mit den atemberaubenden Bildern der chilenischen Landschaft. So entsteht ein poetischer Sog zwischen Vergangenheit und Gegenwart eines verletzten Landes und seines einmaligen kulturellen, politischen und landschaftlichen Erbes.

Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf

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