Land des Lächelns kommt ins Aalto-Theater

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Essen. Nach dem großen Erfolg von „Eine Nacht in Venedig“ in der vorletzten Spielzeit setzt das Aalto-Musiktheater nun seine Erkundung der Welt der Operette fort: Franz Lehárs „Das Land des Lächelns“ feiert am Samstag, 7. Dezember, um 19 Uhr Premiere im Aalto-Theater. Der Klassiker der „Golden Twenties“ mit dem Schlager „Dein ist mein ganzes Herz“ ist damit erstmals am Aalto-Theater zu erleben. Karten kosten zwischen 16 und 77 Euro.

Ihr Regie-Debüt am Essener Opernhaus feiert Sabine Hartmannshenn. In ihrer Interpretation greift sie zielgerichtet die Entstehungsgeschichte des Werks auf und führt uns vor Augen, wie leicht die politische Situation in künstlerische Prozesse eingreifen kann – damals wie heute. Aufmerksamkeit konnte sie zuletzt unter anderem mit ihren Inszenierungen an der Deutschen Oper am Rhein („Lohengrin“, „The Rake’s Progress“, „Phaedra“), am Theater Chemnitz („Siegfried“) sowie mit Strauß‘ Operette „Die Fledermaus“ am Deutschen Nationaltheater Weimar erregen. Die musikalische Leitung übernimmt Stefan Klingele, Musikdirektor und Chefdirigent an der Musikalischen Komödie Leipzig.

Weitere Vorstellungen finden am 12. und 31. Dezember und am 12., 15. und 24. Januar 2020 statt. Vor jeder Vorstellung gibt es einen 30-minütigen Einführungsvortrag im Foyer des Aalto-Theaters.

Zum Stück
Lisa, die Tochter des Grafen Lichtenfels aus der gehobenen Wiener Gesellschaft, ist unsterblich in den chinesischen Prinzen Sou-Chong verliebt. Graf Gustl ist davon wenig begeistert, schwärmt er doch selbst für Lisa. Als Sou-Chong zurück nach China beordert wird, beschließt Lisa kurzerhand, ihm zu folgen. Doch im „Land des Lächelns“ ist das Zusammenleben bei weitem nicht so, wie sie es sich vorgestellt hat. Die anfängliche Verliebtheit wird bald schon von kulturellen Eigenheiten eingeholt, die Lisa schockieren. Da kommt Gustl gerade recht, der ihr nachgereist ist und der in der Zwischenzeit die junge, selbstbewusste Mi kennengelernt hat – wie sich herausstellt die Schwester Sou-Chongs. Als der Prinz nach alter Tradition vier „Mandschu-Mädchen“ heiraten soll, eskaliert die Situation und Lisa will nur noch eins: „Wieder einmal die Heimat seh’n!“

Probenfoto „Das Land des Lächelns“ (Foto: Bettina Stöß)

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