Kunstarchiv Kaiserswerth: Analogien

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Kaiserswerth. In Kooperation mit dem Studio Becher und der Landeshauptstadt Düsseldorf präsentiert die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln, vom 7. März bis zum 20. September im Kunstarchiv Kaiserswerth, Suitbertus-Stiftsplatz 1, die Ausstellung „Analogien – Bernd & Hilla Becher, Peter Weller, August Sander. Photographische Industrielandschaften, Architekturen und Porträts“. Bemerkenswerte Aufnahmen, die für Bernd und Hilla Becher zentrale Inspirationsquellen waren, stehen im Mittelpunkt der Präsentation und treten zugleich mit ausgewählten Werken des Photographenpaars in einen Dialog. Die Photographien von Peter Weller und August Sander, deren Arbeiten in die ersten drei Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts fallen, begeisterten Bechers nachweislich bereits in den Anfängen ihrer Arbeit in den frühen 1960er-Jahren. Die Ausstellung wird am Freitag, 6. März, um 18 Uhr eröffnet.

Die Ausstellung mit über 70 Exponaten zeigt inhaltliche und methodische Korrespondenzen im Schaffen der drei photographischen Positionen auf. Gabriele Conrath-Scholl, Leiterin und Kuratorin der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur, ist sehr glücklich, die drei Positionen erstmals in dieser Kombination auszustellen: „Becher, Weller, Sander – das sind drei Positionen, die uns ein wesentliches Kapitel unserer industriellen Entwicklung in klarsichtigen Bildern nahebringen; in Bildern, die von der bewundernswerten Hingabe und Fähigkeit ihrer Autoren berichten ebenso wie von den Menschen, die sich – wie bei Sander – entweder selbst der Kamera stellten und sich durch ihre Einflussnahme auf ihre Umgebung, ihre Bauten und Konstruktionen mitteilen. So wird für uns eine Zeit und Atmosphäre spürbar, in der gleichzeitig sowohl das bäuerliche Leben, das Handwerk als auch industrielle Betriebe wirksam waren.“

Die dokumentarische Beschreibung von Industrielandschaften im Westerwald und im Siegerland findet sich im systematischen Schaffen von Weller und zugleich auch in jenem von Bechers wieder, sogar motivische Analogien können veranschaulicht werden. Die Ansicht der Herdorfer Friedrichshütte, von Bernd und Hilla Becher 1963 aufgenommen, bietet beispielsweise einen guten Vergleich mit Peter Wellers Aufnahme desselben Werks von 1913. Augenscheinlich wird die Weiterentwicklung des Hüttenwerks, das zu den größten des Siegerlandes zählte. Und nicht zuletzt ist Herdorf der Geburtsort von August Sander, dessen Kindheit und Jugend in eine Zeit fällt, als die Bergwerke und Hütten des Siegerlands noch höchst produktiv waren.

Die Ausstellung im Kunstarchiv Kaiserswerth, Suitbertus-Stiftsplatz 1 (Eingang Stiftsgasse 2), wird am Freitag, 6. März, um 18 Uhr eröffnet.

Öffnungszeiten des Kunstarchivs Kaiserswerth: Samstags bis sonntags 14 bis 18 Uhr

Öffnungszeiten während „düsseldorf photo +“:
Freitag, 13. März, 18 bis 21 Uhr
Samstag, 14 März, 12 bis 18 Uhr
Sonntag, 15. März, 12. bis 16 Uhr

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