Krummenweger Straße: Ampel an Einmündung Rehhecke

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Lintorf. An der Einmündung der Rehhecke in die Krummenweger Straße ereigneten sich 2019 wieder acht Unfälle, davon zwei mit Schwerverletzten und und zwei mit Leichtverletzten. Das stellte die so genannte Überörtliche Unfallkommission bei ihrer Sitzung am 27. August dieses Jahres in Ratingen fest. Bis zur Jahresmitte 2020 hätten sich bereits wieder drei meldepflichtige Unfälle ereignet, teilte die Polizei in der Sitzung mit. Fazit der Unfallkommission, das dem Lintorfer vorliegt: “Die erneute Unfallauffälligkeit bestätigt den bereits vorliegenden Beschluss zur Errichtung einer Lichtzeichenanlage.”

Die meisten Unfälle an dieser Einmündung geschehen zwischen Autos und den immer bevorrechtigten Radfahrern. Bei der Ortsbesichtigung Ende August stellte die Kommission fest, dass es aufgrund der 2018 beschlossenen Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 Stundenkilometer zumindest keine Auffahrunfälle mehr auf der Krummenweger Straße gab.

Als Ursache für die Unfälle erkennt die Kommission die erhöhte Geschwindigkeit der Radfahrer. Die ist Folge der leichten Wannenlage der Rehhecke an der Einmündung. Die Autofahrer, die von der Rehhecke kommen, könnten die Radfahrer zudem schlecht sehen. Auch würden sie die Geschwindigkeit der Radfahrer unterschätzen.

Laut Landesbetrieb Straßen NRW wird die Ampelanlage bereits geplant. Allerdings warteten die Planer im August noch auf die neuen Verkehrsschätzungen aufgrund des geplanten Wohngebietes an der Rehhecke. Die wollte die Stadt Ratingen bis Mitte September vorlegen.

Kurzfristig sollten, so die Unfallkommission, aber bereits einige Maßnahmen durchgeführt werden. So sollten die Büsche zwischen Rehhecke und dem Bach großzügig geschnitten werden. Dadurch können die Autofahrer die Radfahrer früher sehen. Das gleiche gilt für die Hecke auf einem Privatgrundstück Richtung Lintorf. Noch während des Ortstermins einigte sich die Kommission mit dem Eigentümer, dass er die Hecke bis auf die Höhe des Jägerzauns (90 Zentimeter) kürzt. Außerdem sollen niedrige Schwellen auf dem Radweg angebracht werden, damit die Radfahrer langsamer in die Kreuzung fahren (der Lintorfer berichtete). Schließlich sollten noch zahlreiche Hinweisschilder für Autofahrer und Radfahrer aufgestellt werden, die auf die Unfallgefahr hinweisen.

All diese kurzfristig möglichen Maßnahmen wurden bereits durchgeführt. Für Radfahrer bemerkbar machen sich vor allem die Bodenschwellen und die geschnittenen Büsche und Hecke. Sie haben einen besseren Blick in die Rehhecke und können so Autofahrer, die in die Kreuzung einfahren, deutlich früher sehen.

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