Kreissynode: Neuausrichtung der Kirche

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Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann. „Wenn nicht jetzt, wann dann.“ Das Thema Veränderung und Neuausrichtung der Kirche steht im Mittelpunkt der Kreissynode des Kirchenkreises Düsseldorf-Mettmann. Die Kreissynode, das höchste beschlussfassende Organ, beginnt am Freitag, 8. November, um 17 Uhr mit einem Synodalgottesdienst in dem Gemeindezentrum der Kirchengemeinde Mettmann, Donaustraße 26. Geplanter Schluss wird gegen 22 Uhr sein. Am Samstag, 9. November, beginnt sie um 9 Uhr und endet gegen 15 Uhr.

Die Kreissynode wird sich mit verschiedenen Themen befassen. Auf der Tagesordnung stehen zum Beispiel Freiburger Studie, Fusion der Verwaltungsämter der Kirchenkreise Mettmann und Niederberg und die zukünftige Trägerschaft von Kindertagesstätten in den Kirchengemeinden.

Die Freiburger Studie, die Pfarrer Gert Ulrich Brinkmann auf der Synode vorstellen wird, zeigt, dass sich die Mitgliederzahlen und die Finanzkraft der beiden christlichen Kirchen bis zum Jahre 2060 halbieren. Ziel ist es, auf der Synode Ideen zur Neuausrichtung zu entwickeln.

Eine Maßnahme für die Zukunft ist die stärkere Beteiligung der „Jungen Generation“. Die entsprechenden zwei Positionen der Kreissynode (Vertreter der Jungen Generation) sollen in diesem Jahr nach einer Zeit der Vakanz wieder neu besetzt werden. Sie sollen aktiv Themen und Meinungen in die Diskussionen der Synode einbringen und bei allen Entscheidungsprozessen stärker beteiligt werden. Die Weichen für diese Entwicklung wurden 2018 mit der ersten Jugendlichen-Synode im Kirchenkreis gestellt.

Nachhaltigkeit, Klimagerechtigkeit und Neuausrichtung – darum geht es unter anderem in den Arbeitsgruppen auf der Synode, in denen konkrete Ideen und Maßnahmen  erarbeitet werden sollen. Diese dienen als Grundlage für Umsetzungen in den Kirchengemeinden. Dem voraus geht ein Impulsvortrag von Timo Pauler, Geschäftsführer der Vereinten Evangelischen Mission, die als internationale Gemeinschaft von Kirchen immer wieder diese Fragen diskutiert.

Kirche und Gemeinden sind seit vielen Jahren involviert in den Konziliaren Prozess von Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung. Sie setzen sich ein für Projekte, diskutieren viel, aber wie sieht es mit der konkreten Umsetzung aus? Pfarrerin Stephanie Franz aus der Kirchengemeinde Mettmann erläutert: „Wenn es um den Haushalt geht und die Kosten, die entstehen, wenn wir uns einlassen auf fair gehandelte Produkte oder klimafreundliche Bauten, stellt sich oft die Frage: Können wir uns das leisten? Warum ist für einige Projekte Geld da und für andere nicht. Welche Motivation brauchen wir, um uns neu auszurichten?“ Diese und andere Fragen wird Timo Pauler beleuchten.

Bereits seit 2016 arbeiten die Verwaltungsämter der beiden Kirchenkreise Düsseldorf-Mettmann und Niederberg auf den Gebieten Friedhofsverwaltung und Personalabrechnung erfolgreich zusammen. Diese Zusammenarbeit soll dahingehend intensiviert werden, dass die beiden Ämter zusammengelegt werden sollen. Man verspricht sich durch die Zusammenlegung eine effizientere und qualitativ bessere Aufgabenerledigung. Nicht zuletzt werden auch Kosteneinsparungen erwartet, wobei während des Fusionsprozesses kein Arbeitsplatzabbau stattfinden wird. Ebenso werden beide Standorte zunächst erhalten bleiben. Das gemeinsame Verwaltungsamt soll seine Arbeit zum 1. Januar 2021 aufnehmen und wird dann 20 Kirchengemeinden mit etwa 110.000 Gemeindegliedern betreuen.

Um die Arbeit in den Kindertagestätten der Kirchengemeinden organisatorisch auch weiterhin auf einem hohen Niveau zu gewährleisten, beantragt der Kirchenkreis die Trägerschaft für die Kindertagestätten. Die Übertragung der Trägerverantwortung auf den Kirchenkreis ermöglicht, dort die Betriebsführung in einem noch stärkeren Maße zu professionalisieren. Die Voraussetzung hierfür ist, dass die Kreissynode eine entsprechende Satzung beschließt. Wird das der Fall sein, wird der Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann zum 1. August 2020 Träger der Kindertagesstätten in den fünf Kirchengemeinden Hilden, Hochdahl, Erkrath, Linnep und Mettmann.

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