Konzert mit Werken verfolgter Komponisten

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Duisburg. Das Kultur- und Stadthistorische Museum lädt am Sonntag, 27. Januar, um 12 Uhr zu einem Kammerkonzert mit Werken verfolgter Komponisten in den Innenhafen am Johannes-Corputius-Platz 1 ein. Das Konzert wird begleitend zur der Wanderausstellung „Deportiert in Ghetto – Die Deportationen aus dem Rheinland im Herbst 1941 ins Ghetto Litzmannstadt (Łódź)“ präsentiert. Der Eintritt zu Konzert und Ausstellung kostet für Erwachsene 4,50 Euro, ermäßigt zwei Euro.

Auf dem Programm stehen Werke von Olivier Messiaen, Ernst Krenek, Theo Smit Sibinga, Paul Ben-Haim und Leo Smit. Es spielt ein Kammerensemble der Duisburger Philharmoniker, bestehend aus Jie Zhou (Harfe), Stephan Dreizehnter (Flöte) und Andreas Oberaigner (Klarinette).

Beim Konzert anlässlich des Gedenktags an die Opfer des Nationalsozialismus wird unter anderem Paul Kreneks Sonatine für Flöte und Klarinette op.92/2b aus dem Jahr 1942 zu hören sein. Die Musik des Wiener Komponisten Krenek, der in den 1920er Jahren mit seiner Jazz-Oper „Jonny spielt auf“ bekannt wurde, war den Nationalsozialisten verhasst. Aus Angst vor Verfolgung floh Krenek nach dem „Anschluss“ Österreichs in die USA.

Verfolgt wurde aufgrund seiner jüdischen Herkunft auch der niederländische Komponist Leo Smit. Er arbeitete als Dozent am Amsterdamer Konservatorium, zwischenzeitlich auch als Komponist in Paris. Nach der deutschen Invasion wurde Smit von den Nazis über das Durchgangslager Westerbork in das Vernichtungslager Sobibor verschleppt und dort 1943 ermordet. Für das Kammerkonzert haben die MusikerInnen Smits „Trio pour Flute, Clarinet et Harpe „ aus dem Jahr 1926 ausgewählt.
Das vollständige Programm des Konzerts ist im Internet zugänglich unter www.duisburg.de/erinnerungskultur.

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