Komödie von Oscar Wilde im Stadttheater

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Ratingen. Am Mittwoch, 20. Februar, 20 Uhr wird im Stadttheater, Europarin 9, die Komödie „Bunbury – oder die Kunst Ernst zu sein“ von Oscar Wilde aufgeführt. Das ursprünglich für diesen Termin geplante Schauspiel „Mutter Courage und ihre Kinder“ kann wegen einer Erkrankung nicht gespielt werden. Es gastiert das Landestheater Burghofbühne Dinslaken. 

Die beiden Dandys Algernon und Jack haben den Bogen raus. Um familiären Verpflichtungen zu entgehen und sich ungestört ihren Vergnügungen hinzugeben, haben beide einen imaginären Freund erfunden: Algernon einen kranken Freund names Bunbury auf dem Land und Jack einen Bruder namens Ernst, den er in der Stadt besucht. Im städtischen Nachtleben benutzt er dann für sich selbst den Namen Ernst – so ist das Doppelleben perfekt. Doch das Lügengebäude gerät ins Wanken, als Algernons Cousine Gwendolin sich in Jack und Jacks Ziehtochter Cecily sich in Algernon verliebt und beide Frauen den jeweiligen Verlobten für „Ernst“ halten. Die Widersprüche verstricken sich zunehmend und die Verwechslungskomödie nimmt ihren Lauf.

Oscar Wildes 1895 uraufgeführte Komödie beschäftigt sich mit der Frage, wer man ist und wer man sein sollte. Lüge und brillante rhetorische Improvisation sind die Mittel, mit denen ein komplexes Doppelleben gemeistert wird. Die Protagonisten haben erkannt, dass es gar nicht darum geht, die Ansprüche der Gesellschaft tatsächlich zu erfüllen, solange es einem nur gelingt, den Schein zu wahren. Warum sollte man sich mit einer Identität zufrieden geben, wenn zwei doch viel interessanter sein können?

Eintrittskarten für 16,50 Euro bis 19,50 Euro gibt es im Kulturamt, Minoritenstraße 3a, und an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Reservierungen sind möglich, Telefon 02102/5504104/-05.

Foto: privat

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