Kolping sammelt Handys beim Dorffest

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Lintorf. Schätzungsweise 100 Millionen Handys liegen ungenutzt in deutschen Schubladen. Ein paar davon will die Kolpingfamilie Lintorf beim Dorffest am 2. und 3. September an ihrem Stand sammlen. „Mit solch einem Gerät können Sie noch Gutes bewirken, denn es enthält wertvolle Rohstoffe“, sagt Vorstandsmitglied Ulrich Seger. Mit der Spende wird die Umwelt geschützt und gleichzeitig die „Aktion Schutzengel“ des Hilfswerks Missio unterstützt.

Der Missio-Partner „Mobile Box“ verwertet die in den Alt-Handys enthaltenen wertvollen Rohstoffe oder bereitet noch nutzbare Geräte zur Wiederverwendung auf.

Millionen Menschen sind durch den Bürgerkrieg im Osten der Demokratischen Republik  Kongo betroffen: Dörfer werden überfallen, Menschen verschleppt und Frauen brutal vergewaltigt. Dort kämpfen bewaffnete Milizen um Bodenschätze. Durch den illegalen Verkauf von Erzen wie Coltan finanzieren sie ihren blutigen Krieg. Coltan sorgt in den Handys dafür, dass die Geräte nicht überhitzen.

Hilfe erhalten  die traumatisierten Opfer in 16 Trauma-Zentren, die mit Unterstützung von Missio aufgebaut wurden. Erfahrene Therapeuten leisten den Frauen, Männern und Kindern, die extremes Leid erlitten haben, seelischen und medizinischen Beistand.

Daneben sammelt die Lintorfer Kolpingfamilie wie in den vergangenen Jahren auf dem Handwerkermarkt wieder gebrauchte Schuhe zugunsten der Internationalen Adolph-Kolping-Stiftung.

Neben einem Schuhputz-Stuhl, der die Beziehung zum Handwerk symbolisiert, bietet die Kolpingfamilie den Besuchern wieder selbstgebrannte Mandeln und frisch gebackene Waffeln an. Der Erlös aus dem Verkauf fließt in soziale Projekte.

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