Königswetter beim Lintorfer Schützenfest

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Lintorf. An diesem Montag endet für das Königspaar Marcel Fausten und Maxine Kurzhals und für das Kronprinzenpaar Patrick Schultz und Melina Hilbig ihr Jahr als Majestäten der St. St. Sebastianus Schützenbruderschaft Lintorf 1464. Der Höhepunkt ihres Königsjahres, das große Schützenfest, begann am Samstagabend mit dem Festgottesdienst in der katholischen Pfarrkirche St. Anna. Der Weg zur Totenehrung auf der Drupnas führte die Majestäten durch ein Spalier aus Schützen und festlich geschmückten Maien. Diese hatten die Mitglieder des Prinz-Eugen-Corps rund um die Kirche aufgestellt.

Am Sonntag folgte dann der Festzug durch die Lintorfer Straßen. Als Reiter nahmen die vier jungen Leute natürlich hoch zu Ross daran teil. Am frühen Abend wurde Präses Benedikt Zervosen, der den gut besuchten Festgottesdienst am Vorabend zelebriert hatte, mit dem St. Sebastianus Ehrenschild am Band ausgezeichnet. Der stellvertretende Diözesanbundesmeister Klaus Zinke überreichte die Auszeichnung. Der Verband würdigt damit den Einsatz des Präses für die Lintorfer Bruderschaft. 

„Es sind die kleinen Gesten und Hilfen, die für die Lintorfer Bruderschaft von unschätzbarem Wert sind“, erklärte Zinke. So habe der Präses 2016 spontan die Pfarrkirche St. Anna bei einem Wolkenbruch geöffnet, um die Fortsetzung des Platzkonzertes der Bruderschaft am Schützenfestsamstag zu ermöglichen. Das rechne ihm die Bruderschaft hoch an, so Zinke.

Ausgezeichnet wurden für ihre Verdienste um die Bruderschaft auch vier weitere Schützen. Lothar Busch und Frank Nitsche vom Jäger-Korps erhielten das  Silberne Verdienstkreuz des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften, Peter Claassen vom Reitercorps und Hans-Günther Werner vom Stammcorps bekamen den Hohen Bruderschaftsorden.

Beim Festzug durch das Dorf am Sonntagnachmittag herrschte Königswetter. Die Sonne schien von einem sommerlichen Himmel auf die Lintorfer Schützen. „Nach den verregneten Schützenfesten 2015 und 2016 befürchtete ich nach der Hitze der vergangenen Wochen für 2018 schon ein Schützenfest bei tropischer Hitze“, erklärte Schützenchef Andreas Preuß der Redaktion des Lintorfers. Doch Petrus schenkte den Lintorfer Schützen bisher bestes Sommerwetter für ihr großes Fest.

So hatte Petrus es am Freitagmorgen regnen lassen. Damit stand dem traditionellen Feuerwerk am Samstagabend nichts mehr im Wege, da die Wiesen nun wieder feucht genug waren, um nicht durch herabfallende Feuerwerksreste in Brand zu geraten. Die Besucher der Kirmes bestaunten das Feuerwerk. „Schön, dass die Schützen uns immer wieder ein solch einzigartiges Erlebnis bieten. Noch nie bin ich so nah dran gewesen“, sagte eine Kirmesbesucherin, die sich die Himmelsmalerei von der Wiese hinter dem Festzelt angeschaut hatte. Viele junge Familien mit Kindern besuchten die Kirmes in den ersten Tagen bereits.

Das Platzkonzert am Samstagabend mit Großem Zapfenstreich und Nationalhymne gestalteten musikalisch das Tambourcorps Lintorf, das Suitbertus Tambourcorps Ratingen und der Musikverein Stein gewohnt souverän. Den Beifall der zahlreichen Lintorfer hatten sich die Musiker verdient. Begeistert sind die Lintorfer immer wieder, wenn bei Fackelschein die Nationalhymne auf dem Marktplatz erklingt.

Schützenchef Andreas Preuß machte auch gleich Mitgliederwerbung: „Ich freue mich, dass so viele Kinder heute Abend hier waren.“ In ein paar Jahren würden sie sich vielleicht an diesen stimmungsvollen Abend erinnern und ihre Eltern fragen, was für eine schöne Veranstaltung das eigentlich gewesen sei. „Ihr seid uns heute Abend als Gäste willkommen und in ein paar Jahren gerne auch als Mitglieder“, so Preuß.

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