Kochkunst und Stillleben in Antwerpen

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Antwerpen. Frans Snijders (Antwerpen, 1579–1657) ist für seine Jagddarstellungen, imposanten Marktgemälde und Stillleben berühmt. Ebenso wie der große Barockmaler hat der belgische Food-Fotograf Tony Le Duc ein scharfes Auge für attraktive Kompositionen; er zaubert mit Farbe und erhebt Grundnahrungsmittel zur Kunst. Für die Ausstellung „Cokeryen. Foto, Film, Food von Tony Le Duc“ ließ er sich von barocken Stillleben mit Nahrungsmitteln inspirieren und sorgt mit neuen Foto- und Videoarbeiten für einen besonders genussvollen Blick auf das Barock.

Als weitere Inspirationsquelle nutzte Le Duc ein historisches Kochbuch von 1612. Le Duc bat 18 Antwerpener Küchenchefs, die alten Rezepte neu zu interpretieren. Die eindrucksvollen Bilder der neuen Kreationen – in der Farbpalette des 17. Jahrhunderts, aber in einer eigenwilligen barocken Fotografie anno 2018 – werden in der Ausstellung präsentiert. Die beteiligten Restaurants bieten die Speisen wie gebratene Taube mit Mangold, Datteln und Lebermousse oder Wachtelterrine mit Pflaumen und Spitzkohl selbst an und verbinden den kulinarischen mit dem Kunst-Genuss: In allen teilnehmenden Restaurants kann man Reproduktionen von den Werken der Ausstellung bewundern.

Die Ausstellung findet an einem besonderen Ort, im Wohnhaus und Atelier von Frans Snijders, Keizerstraat 10, selbst, statt. Dieses hat erst kürzlich seine Türen für die Öffentlichkeit geöffnet. Die Ausstellung, vom 28. September bis 13. Januar, ist ein Beitrag zum Themenjahr „Antwerp Baroque 2018. Rubens inspires“. Der Eintritt kostet acht Euro, ermäßigt sechs Euro.

Foto: Tony Le Duc

 

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