Klänge und Geräusche aus der Tiefe: Untertagemusik

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Duisbrug. Klänge und Geräusche aus 1000 Metern Tiefe: Abbauhämmer, Ankerschiessen, Anschläger, Funksprüche, Hobel, Kettenhund, Loren, Lutten, Pumpensumpf, Schildvortrieb, Streckenkühler, Wagenkipper, Walzenlader – die ganze Sinfonie der Arbeit unter Tage. Zu hören und zu sehen ist das audiovisuelle Konzert im Filmforum am Dellplatz 16 am Freitag, 23. November, 23.15 Uhr. Das Konzert dauert etwa 50 Minuten.

Nicht aus Nostalgie sondern wegen der außerordentlichen Ästhetik hat Frank Niehusmann den Sound der Untertagewelt des Bergbaus gesammelt und damit sein elektronisches Schlagzeug programmiert. Der studierte Philosoph begann schon 1978 mit ersten elektroakustischen Experimenten, arbeitete für Rundfunk und Fernsehen und war mit Konzerten und Klanginstallationen in Europa, Asien und Amerika unterwegs. Zur Uraufführung seiner jüngsten „Untertagemusik“ beim Platzhirschfestival 2018 wird er das Werk persönlich als Schlagzeuger aufführen.

Begleitet wird die Aufführung von spektakulären Video-Projektionen aus dem einzigartigen Bergbau-Filmarchiv des Kameramanns Jochen Balke: Kamera-Fahrten und Dokumentar-Raritäten aus der Tiefe der Schachtanlagen unter der Ruhr. Der gebürtige Duisburger war als Kameramann in zahlreichen Zechen in Deutschland, Polen und China „vor Ort“. Film- und Fernsehproduktionen wie „Schicht im Schacht“, „Der lange Abschied von der Kohle“ oder „Quarks und Co.“ waren großenteils nur möglich dank der Aufnahmen seiner einzigartigen Spezialkameras.

Foto: J. Balke

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