Kirchen im Kreis rufen zu Solidarität auf

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Kreis Mettmann/Düsseldorf. Mit einem gemeinsamen ökumenischen geistlichen Wort wenden sich der Superintendent des Kirchenkreises Düsseldorf-Mettmann, Frank Weber, und für das Kreisdekanat Mettmann, Daniel Schilling, in der schwierigen Zeit der Coronakrise an die Menschen im Kreis Mettmann und in Düsseldorf. Sie wollen ein Zeichen des Zusammenstehens und der „tätigen Nächstenliebe in Diakonie und Caritas“ setzen.

„In diesen Tagen erleben wir eine nie gekannte Situation, deren Ausgang wir nicht absehen können“, schreiben Weber und Schilling in ihrem Aufruf an die evangelischen und katholischen Christen. Antworten hätten wenig Bestandszeit, kurzfristige Lösungen und Entscheidungen seien an der Tagesordnung. Auch die Kirchen stünden vor einer Herausforderung, für die es keine in unserer Zeit vergleichbare Erfahrung gäbe.

„Wir sind mitten in der Passionszeit Jesu, in der Fastenzeit und gleichzeitig in einer großen gesellschaftlichen Krise. Wir können nicht genau beschreiben, ob und wie beides zusammengehört. Wir sollen in dieser Situation von Gott reden und ihn repräsentieren“, erklären die beiden Geistlichen. 

Sie seien froh über jeden Beitrag, den die Kirchen, die Gemeinden in dieser Krise leisten könnten. Dieses Engagement verstehe sich als Hilfe für jeden Menschen ohne Ansehen von Person und Konfession.

„Wir stehen für eine Ökumene der Tat mit tätiger Nächstenliebe in Diakonie und Caritas. Wir sind verbunden im Gebet für alle Kranken, Besorgten, Ruhelosen und Einsamen. Wir beten für die zahlreichen Berufsgruppen, die von der Krise betroffen sind“, heißt es weiter in der gemeinsamen Erklärung.

Jeden Abend um 19:30 Uhr werden in ökumenischer Verbundenheit die Kirchglocken läuten, um allen, die sich in dieser krisenhaften Zeit engagieren, Mut zu machen und den Dank der Kirchen für dieses Tun zum Ausdruck zu bringen.

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