Kino-Klassiker „Metropolis“ als Live-Animationsfilm

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Essen. Ein ungewöhnlicher Theaterabend erwartet die Besucher am Dienstag, 27. März, ab 19 Uhr in der Casa des Schauspiel Essen: Auf der Grundlage von Thea von Harbous Roman und Fritz Langs 1926 entstandenem Kino-Meisterwerk zeigen Alexey Ekimov, Kerstin Pohle, Sven Seeburg und Aless Wiesemann den vom Künstler-Kollektiv sputnic entwickelten Live-Animationsfilm „Metropolis“. Dabei setzen die Schauspieler auf der Bühne nicht nur Kameras, Projektoren, Modelle, Illustrationen und Folien in Bewegung, sondern auch ihre Körper und Stimmen ein, so dass vor den Augen der Zuschauer ein komplett animierter, geschnittener und vertonter Trickfilm entsteht. Karten kosten 17 Euro, Vorbestellung unter Telefon 0201/8122-200.

Erzählt wird eine Geschichte, in der es um paradiesische Zustände und nacktes Elend, Technologie und Liebe, Rache und Aufstand geht: In Metropolis gibt es keine Sonntage und es werden auch keine Feste gefeiert. Stattdessen brüllt alle zehn Stunden die riesige Maschine im „Neuen Turm Babel“, dem Zentrum von Metropolis, nach Futter. Und alle zehn Stunden schlürft das offene Tor des Turmes eine neue Schicht Arbeiter ein, während es eine alte, verbrauchte Schicht ausspeit – Tag für Tag, Jahr für Jahr.

Strikt getrennt sind die Leben der Menschen hier: In der Unterstadt hausen die Arbeitenden in elenden Verhältnissen, oben schwelgen die Bessergestellten im paradiesischen Luxus der „Ewigen Gärten“. Und ganz oben, in der Hirnschale des Neuen Turms Babel, wacht der Oligarch Joh Fredersen über die Geschicke „seiner“ Stadt. Doch es knirscht im urbanen Getriebe: Bei verunglückten Arbeitern werden Pläne gefunden. Man wittert einen Aufstand. Zudem predigt die geheimnisvolle und bildschöne Maria in der Unterstadt zu den Arbeitenden. Ihre Botschaft: Nur ein Mittler zwischen den Mächtigen und den Arbeitenden könne die Verhältnisse bessern. Als sie eines Tages in den „Ewigen Gärten“ auftaucht, verliebt sich Joh Fredersens Sohn Freder Hals über Kopf in die junge Frau und folgt ihr heimlich in die Tiefe.

Foto: privat

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