Kinderstück „Stromer“ in der Casa

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Essen. Das Kinderstück, das ab Sonntag, 20. Oktober, 15 Uhr wieder in der Casa des Schauspiel Essen zu erleben ist, behandelt ein ungewöhnliches, zumeist tabuisiertes Thema: Obdachlosigkeit. „Stromer“ nach dem gleichnamigen Bilderbuch der belgischen Zeichnerin Claude K. Dubois und ihrer Tochter Sarah V. Dubois erzählt jungen Zuschauern ab 6 Jahren die Geschichte eines alten Mannes, der verloren durch die große, anonyme Stadt irrt und schließlich durch die Begegnung mit einem kleinen Mädchen wieder neue Hoffnung schöpft.

In der Stadt erwacht der Tag. Und auch für Stromer ist es Zeit aufzustehen. Die Nacht ist eiskalt gewesen. Stromer friert. Und er ist hungrig. Es gab einmal eine Zeit, da hat er nicht auf der Straße gelebt, einen richtigen Beruf gehabt und ein richtiges Zuhause. Das ist lange her. Wenn man ihn heute nach seinem Namen fragt, dann kann er nicht antworten. Er hat ihn vergessen.

Gemeinsam mit Stromer wandert das Publikum durch die Stadt und erlebt die melancholische und doch auch hoffnungsvolle Geschichte eines Obdachlosen, der seinen Namen nicht mehr weiß und auf wunderbare Weise einen neuen geschenkt bekommt.

Für Inszenierung und Bühne zeichnen Sarah Mehlfeld, Thomas Jäkel und Christina Hillinger verantwortlich. In ihrem Stück verbinden die jungen Theatermacher des 2016 gegründeten Kollektivs compagnie toit végétal unterschiedliche Stilformen: Sie kombinieren Objekttheater mit Videoprojektionen, Live-Musik, Sprache und Geräuschen.

Der Eintritt kostet für Kinder 6,60 Euro, für Erwachsene zehn Euro. Kartenvorverkauf unter Telefon 0201/81 22-200 oder unter www.schauspiel-essen.de.

Weitere Vorstellungen sind am 9. November, 1. und 27. Dezember jeweils ab 15 Uhr in der Casa.

Foto: Matthias Stutte

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