Kick.Fair: Helfertreffen im Simon’s

Werbung

Lintorf. Spaß und Spende – auf dem Sportplatz an der Jahnstraße wurde Anfang Juli ein ganzes Wochenende gekickt und gefeiert und dabei 4000 Euro für den guten Zweck über Spenden und Einnahmen erwirtschaftet. Mittwochabend fand die Geldübergabe an den Bürgermeister Klaus Konrad Pesch statt.

Ein Sprichwort von Erich Kästner sagt: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ – So auch die Idee der Vorsitzenden des Jugendrates Theresa Dietz und der Lintorferin Melanie Meyer, die hinter sich ein Team von rund 50 ehrenamtlichen Helfern brachten, um Bewusstsein für „Integration und Flüchtlinge“ in Ratingen zu schaffen. Unter dem Titel „Kick.Fair – Anstoß zur Integration“ organisierten die beiden ein zweitägiges Fußball-Kleinfeldturnier mit 15 Mannschaften, davon vier Flüchtlingsmannschaften, ein Konzert mit der Coverband „Halber-Liter“ und ein Filmprojekt rund um Fluchtgeschichten unbegleiteter, jugendlicher Flüchtlinge. Als weiteres Highlight zeigten sie, das einzige von der UEFA lizensierte Public Viewing des UEFA EURO 2016 Finales in Ratingen auf einer LED-Wand. Ort des Aktionswochenende Anfang Juli war der Sportplatz an der Jahnstraße.

„Unser Ziel war es, alle Ratinger Vereine, Institutionen, Kirchen, Glaubensgemeinschaften und Unternehmer der Stadt zum Mitmachen für die gute Sache zu bewegen und Gesicht zu zeigen gegen Fremdenfeindlichkeit“, erklärt Meyer. Neben dem finanziellen Mehrwert von 4000 Euro welcher über das Wochende und Spenden erwirtschaftet wurde für ein Flüchtlingsprojekt der Stadt Ratingen, drehte der Jugendrat acht Kurzfilme über Flüchtlinge, die von ihrer Flucht und ihrem Ankommen in Ratingen berichten. „Uns war es wichtig, das Wochenende zu nutzen, um mit Vorurteilen aufzuräumen“, betont Dietz. Darüber hinaus machte der Jugendrat am Rande der zwei Tage mit dem Vorsitzenden des Integrationsrates Samuel Awasum Interviews mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Verwaltung zum Thema, die immer über die Leinwand abgespielt wurden. Dietz freute sich, dass das Team des Jugendrates Teil des Wochenendes gewesen sei und tatkräftig an den beiden Tagen mit angefasst habe.

Schon vor Beginn der Veranstaltung zeigten sich die beiden Organisatorinnen überwältigt, denn mit so viel Unterstützung hatten sie nicht gerechnet. „Die Aktion und das Engagement aller Helfer sei einmalig gewesen, sagte Meyer. Sie bedankte sich ausdrücklich bei allen anwesenden Helfern, die am Mittwochabend ins Restaurant Simons zum Nachtreffen gekommen waren. Bürgermeister Klaus Konrad Pesch, der Schirmherr der Aktion gewesen war, schloss sich an und lobte das außergewöhnliche Engagement aller Beteiligten.

Bilanz von Meyer und Dietz war aber auch, dass noch viel zu tun sei, wenn es darum gehe Bewusstsein für das Thema „Flüchtlinge und Integration“ zu schaffen. Steter Tropfen höhle den Stein, und Integration heiße: „Neuankommenden zu helfen; unsere Sprache zu lernen; unsere Werte und demokratischen Prinzipien zu verstehen; und den Platz in unserer Gesellschaft zu finden“. Integration könne nur gelingen, wenn beide Seiten bereit seien aufeinander zuzugehen, und den Weg gemeinsam zu gehen. „Kick.Fair – Anstoß zur Integration“ habe gezeigt, was möglich sei und wie es gelingen könne!

Spendenübergabe an Bürgermeister Klaus Konrad Pesch. (Foto: privat)

Werbung

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.