KGL wird Thema im Stadtrat

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Lintorf. Die Beschwerden von Elternvertretern am Kopernikus-Gymnasium Lintorf (KGL) veranlassen die SPD die Digitalisierung der Schulen auf die Tagesordnung der kommenden Ratssitzung setzen zu lassen. Die Eltern hatten in einem offenen Brief an Schulministerin Ivonne Gebauer die mangelhafte digitale Ausstattung des Gymnasiums massiv angeprangert.

„Von den Eltern wurde uns ein ganz anderes Bild gezeichnet als das, was die Verwaltung bisher als Sachstand geliefert hat“, begründet Fraktionsvorsitzender Christian Wiglow die Initiative der Sozialdemokraten

Während der noch andauernden Corona-Pandemie hätten sich an dem Lintorfer Gymnasium tiefgreifende, strukturelle Defizite im Hinblick auf eine konsequente Einführung der Digitalisierung offenbart, heißt es in dem Schreiben der Eltern.

Der Unterricht habe im Chat oder auch per E-Mail stattgefunden. Das Unterrichten per Live-Videochat sei schon am nicht vorhandenen WLAN und an fehlender Hard- und Software gescheitert. Die Mängelliste der Eltern geht noch weiter.

Die Sozialdemokraten möchten von der Verwaltung informiert werden, wie weit die Beschlüsse zur Digitalisierung der Ratinger Schulen umgesetzt wurden. Auch soll der Digitalpakt Schule des Bundes vorgestellt werden. Nach Information der SPD kann Ratingen daraus 2,2 Millionen Euro erhalten. Ebenso soll auf den Umsetzungsstand in Ratingen des Landes-Förderprogramms „Digitale Ausstattungsoffensive für Lehrkräfte und Schüler in Nordrhein-Westfalen“ eingegangen werden.

Für Online-Unterricht müssten aber auch die entsprechende Hard- und Software wie auch leistungsfähige Datenleitungen vorhanden sein, meint Wiglow. „Dass die Schulen über die KomMITT an das Glasfasernetz angeschlossen werden sollen, ist ja bekannt. Nur muss dieses auch in vertretbarer Zeit erfolgen“, sagt der SPD-Bürgermeisterkandidat.

Foto: dlohner auf Pixabay

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