KGL : Szenen aus dem absurden Theater

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Lintorf. Am vergangenen Donnerstag und Freitag hatte die Klasse 9c des Kopernikus-Gymnasiums Lintorf 8KGL) mit zwei bunt gemischten Theaterabenden Mitschüler, Lehrer, Eltern, Ehemalige, Freunde und Verwandte begeistert. Unter dem Motto „Drama in der Stufe 9“ präsentierten sie Spielszenen aus dem absurden Theater mit Werken seiner wohl prominentesten Vertreter Samuel Beckett, Eugène Ionesco und Jean Tardieu, aber auch Loriot und Thornton Wilder.

Der Begriff „absurd“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie unlogisch oder rational nicht verstehbar. Das absurde Theater kann daher als eine besondere Form des experimentellen Theaters verstanden werden. Es ist eine in den fünfziger Jahren entstandene Form des modernen Theaters, in der in parabelhafter Form die Welt und die menschliche Existenz als sinnentleert gezeigt wird und die Zuschauer anregt werden, eigene Schlüsse zu ziehen.

Die Zuschauer in der großen Aula des Gymnasiums waren an den vergangenen Abenden überrascht, wie die Schüler es geschafft haben, sich mit den nicht ganz so einfachen, abstrakten Texten auseinander zu setzen und sie so überzeugend auf die Bühne gebracht zu haben. Denn anfangs konnten sie mit ihnen nicht sehr viel anfangen. Erst nachdem ihnen ihr Deutschlehrer Ignatius Kordecki die Stücke näher gebracht hatte, hatten sie sie verstanden und wollten sie gerne aufführen.

Bei der Umsetzung dieses Projektes wurden sie von Kordecki tatkräftig unterstützt. Für ihn, der seinerzeit das Experimentiertheater am Lintorfer Gymnasium ins Leben gerufen hatte, waren dies die letzten Theaterabende als Lehrer in der Schule. Er verabschiedete sich mit ihnen in den wohlverdienten Ruhestand.

Szene aus „Das lange Weihnachtsmahl“ frei nach einem Werk von Thornton Wilder (Foto: privat)

 

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