KGL: Droste zu Gast im Philosophiekurs

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Lintorf. „Jeder der bereit ist, sich über sein persönliches Umfeld hinaus für die Gemeinschaft einzusetzen, ist Politiker. Nicht erst wenn er ein Mandat erhält“, so der Ratinger CDU-Landtags-Abgeordnete Wilhelm Droste, der sich freute einer ungewöhnlichen Einladung nachkommen zu dürfen. Der Philosophiekurs des Kopernikus-Gymnasiums Lintorf – unter der Leitung des Lehrers Ingnatius Kordecki – hatte den Politiker und ehemaligen Schüler eingeladen. Dementsprechend startete die Diskussion auch mit der Frage, ob man als Politiker Gutes tun kann, ohne anderen zu schaden.

Politische Entscheidungen bringen immer die Notwendigkeit eines Abwägens mit sich: wem nutzt es, wem schadet es. Aussagen von politischen Parteien sind somit immer zu relativieren“, so die Antwort des Politikers. „Dass die Politik auch immer ein Reflex hat zeigen auch Beispiele aus der Vergangenheit, wie die Rentendebatte oder die Abschaltung von Atomkraftwerken nach Fukushima. Aber auch das aktuelle Thema „Flüchtlinge“ macht diese Notwendigkeit der Abwägung wieder erlebbar. Es ist wichtig humanitäre Hilfe zu leisten für Menschen, die gezwungen sind ihre Heimat zu verlassen. Natürlich verursacht das Kosten, aber auch diese sind in Relation zu setzen.“

Aber auch NRW-Politik allgemein sowie die Schulpolitik fanden ihren Platz in dem Gespräch. Insbesondere auf die Frage nach der Attraktivität NRWs für junge Leute hatte Droste eine klare Antwort: „ Nordrhein- Westfalen ist ein super Land. Es ist unsere Heimat, meine Scholle. Auch wenn gerade nicht alles rund läuft, ist es umso wichtiger, dass junge Leute NRW wieder voran bringen. Optimale Bildung muss hier eingesetzt werden.“ Der Abgeordnete setzt sich in jüngster Zeit immer wieder für ein besseres Bildungsumfeld und –niveau ein.

Ebenfalls waren Inklusion, Lobbyismus, der Fall „Böhmermann“ und der Rathausbau in Ratingen Themen dieses bunten Austausches. Anders als bei anderen Gesprächsrunden musste der Politiker aber auch Fragen nach der Möglichkeit des „ewigen Friedens“ beantworten.

„Es war auch für mich eine Abwechslung, als Politiker die Politik unter ethischen und moralischen Gesichtspunkten mit Schülern zu beleuchten und nicht allein über den politischen Alltag zu sprechen. Aber es hat mir viel Freude gemacht, mich mit so interessierten jungen Menschen in die Diskussion zu begeben“, so Droste.

Foto: privat

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